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Ausbildung ist das A und O für eine erfolgreiche Saison

16.04.2021

Trotz Corona hat der DLRG Landesverband Mecklenburg-Vorpommern bis Ende April 11 Lehrgänge aus den Fachbereichen Ausbildung, Medizin, Wasserrettungsdienst und Information und Kommunikation (Funk) organisiert. Vier Lehrgänge mussten allerdings epidemiologisch bedingt abgesagt bzw. in den Frühsommer verschoben werden. Hauptgrund für die Absage war im Bereich Ausbildung das Fehlen von Wasserflächen. Für die Nutzung der Schwimmhallen in der Region wurden zwar viele konstruktive Gespräche mit den Betreibern geführt, allerdings scheiterten die an nicht vorhandenen Öffnungsperspektiven.
Da für alle anderen Lehrgänge und Ausbildungen ausgefeilte und spezialisierte Hygienekonzepte vorlagen, konnten insgesamt 59 Kameraden in den verschiedensten Bereichen weitergebildet werden. 16 Referenten standen dafür zur Verfügung.
Drei Lehrgänge wurden als Hybridveranstaltung und drei Lehrgänge als reine Online-Seminare durchgeführt. Die Lehrteams waren dabei ausgesprochen kreativ. Die Online-Seminare wurden durch ein „Feuerwerk“ an Methoden, Arbeit in kleinen Gruppen und die Verwendung von hilfreichen Online-Tools abwechslungsreich und kurzweilig gestaltet. Dennoch ist die Online-Ausbildung in der Freizeit für alle Beteiligten anstrengend und herausfordernd.
Das Feedback für die vom Landesverband durchgeführten Veranstaltungen war dennoch überwältigend positiv. Auch, weil nach alternativen Lösungen gesucht und die Lehrgänge nicht einfach abgesagt wurden.

20210416_DLRG_Ausbildung Januar 2020 Ausbildung ist das A und O.
Foto: Archiv/Renaldo Hocher

Für das weitere Ausbildungsjahr sind viele weitere Aktivitäten geplant.

So gibt es ein Angebot zur Qualifizierung zum Ausbilder Rettungs-schwimmen.

Bei den Einsatzdiensten wird im Bereich WRD im September die Möglichkeit bestehen, eine Wasser-retter-Ausbildung zu durchlaufen. Weiterhin wird die für April geplante Ausbildung zum Wachführer nun im Oktober durchgeführt.

Im Bereich Bootsdienst wird es einen Cross-Over-Lehrgang geben, bei dem Inhaber des SBF einen DLRG-Bootsführerschein erwerben können. In Vorbereitung zu dieser Ausbildung wird der Landesverband die Möglichkeit schaffen, die als Voraussetzung notwendigen Fahrstunden auf einem Rettungsboot der DLRG zu realisieren. Dafür sind sechs Tagesseminare geplant.

Zudem ist im Bereich Katastrophenschutz eine Helfergrundausbildung in Vorbereitung, die die Einsatzkräfte in unseren fünf KatS-Einheiten im LV anspricht.
Ein weiterer Höhepunkt wird sicherlich die Teilnahme an einer organisationsübergreifenden KatS-Übung im September. Für 2021 stehen auch noch Hospitationen für die Weiterbildung zum Ausbilder Katastrophenschutz auf der Agenda.
Außerdem ist eine Neuauflage der Strömungsretter-Ausbildung aus dem vergangenen Jahr vorgesehen, die im Mai nach einer intensiven Vorbereitung der Teilnehmer*innen in M-V in Traunstein in Bayern durchgeführt werden soll.
Nicht zuletzt steht auch die Fortbildung unserer Übungsleiter und Ausbilder im Focus.
Angeboten werden in diesem Jahr neben den Lehrscheinfortbildungen auch eine Fortbildung für Ausbilder im Wasserrettungsdienst und eine Qualifizierung von sechs DLRG-Bootsführern zum „Ausbilder Boot“.
Eine weitere Herausforderung ist die Qualifizierung des Lehrteams Schwimmen/Rettungsschwimmen im Landesverband. Die aktuelle Rahmenrichtlinie fordert für die Lehrscheinausbildung qualifizierte Fachmultiplikatoren im Bereich S/RS. Es konnten vier Kamerad*innen gewonnen werden, die sich zur Fortbildung bereit erklärt haben, jedoch werden die entsprechenden Lehrgänge in der Bundesebene immer wieder abgesagt, bzw. es bestehen lange Wartelisten für die Prüfungslehrgänge. Daher wurde die Zielstellung dahingehend erweitert, die Möglichkeit einer eigenen Multiplikatoren-Ausbildung im Bereich Schwimmen/Rettungsschwimmen in Abstimmung mit der Bundesebene in den kommenden 2-3 Jahren im Landesverband zu prüfen und zu etablieren. An einer Konzeption wird derzeit gearbeitet.

Thorsten Erdmann