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DLRG Nationalteam für die WM in Australien nominiert

26.09.2018

Für die in Adelaide, Australien, stattfindende Weltmeisterschaft im Rettungsschwimmen hat die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Dienstag (25.9.) ihre Nationalmannschaft nominiert, die im November die deutschen Farben repräsentieren wird. Bundestrainerin Elena Prelle wählte jeweils sechs Sportlerinnen und Sportler aus, darunter sieben aus Westfalen, drei aus Mecklenburg-Vorpommern und zwei aus Sachsen-Anhalt.

Die DLRG Nationalmannschaft anführen wird Danny Wieck aus Stralsund. Der 26-Jährige amtierende Welt- und Europameister war am vergangenen Wochenende bei der Qualifikation in Warendorf (Westfalen) mehrfach Zeitschnellster und stellte in der Kombinierten Rettungsübung in 56,09 Sekunden einen neuen Europarekord auf. „Das erste große Ziel in diesem Jahr ist erreicht, jetzt will ich in Australien angreifen und wieder Weltmeister werden“, so Wieck.

Sportsoldat Jan Malkowski erzielte sogar eine neue Weltbestzeit und einen weiteren deutschen Rekord in seinem Trainingsbecken in der Sportschule der Bundeswehr und demonstrierte, dass er derzeit der Schnellste im Retten mit Flossen ist. „Ich bin super stolz, Deutschland und die DLRG bei Weltmeisterschaften zu vertreten. Das ist etwas ganz Besonderes. Ich war noch nie so weit weg. Und ich freue mich darauf, in dem Land des Rettungssports mich mit den Besten der Welt zu messen“, sagte der Flossenspezialist. Auch seine Teamkameraden David Laufkötter (Schloß Holte-Stukenbrock) und Vivian Zander aus Magdeburg, konnten am vergangenen Wochenende mit guten Leistungen überzeugen und erhielten von der Bundestrainerin ein Ticket nach Down Under.

Auch von der DLRG Harsewinkel wurden drei Athleten nominiert. Darunter ist mit Kerstin Lange die erfolgreichste deutsche Rettungs-schwimmerin der jüngeren Vergangenheit in den Schwimmbaddiszipli-nen. Für Daniel Roggenland gilt dies in den Disziplinen im Freigewässer. Allrounderin Jasmin Dziuron wird erstmals an einem internationalen Großereignis für das Nationalteam teilnehmen.

Christian Ertel aus Stralsund weiß wie Dziuron am Strand und im Schwimmbecken zu überzeugen. Der mehrfache Welt- und Europa-meister trainiert derzeit in Wiesbaden und startet bei Wettkämpfen für die DLRG Anklam. Dort ist auch Carla Strübing gemeldet. Die ausgewiesene Spezialistin für die Wettbewerbe im Freigewässer hat im Juli zum zweiten Mal infolge den Internationalen DLRG Cup in Warnemünde gewonnen.

Komplettiert wird die Nationalmannschaft der Rettungsschwimmer durch Kisten Lühr aus Schwerte sowie Joshua Perling und Jessica Grote aus Halle an der Saale. Lühr und Perling waren bereits 2017 Teil des Teams, das in Belgien Europameister wurde. Jessica Grote vertrat Deutschland zuletzt bei der Weltmeisterschaft 2016 in den Niederlanden. Dort sammelten die Rettungsschwimmer der DLRG zehn Medaillen und belegten in der Nationenwertung den vierten Platz.

Abgesehen von der persönlichen Jagd nach einem Platz in den Medaillenrängen wollen die zwölf Kaderathleten gemeinsam in eben dieser Nationenwertung in Adelaide möglichst auf dem Podium landen. Kein leichtes Unterfangen, denn Gastgeber und Vizeweltmeister Australien, der amtierende Weltmeister Neuseeland, Europameister Italien und andere gehen mindestens ebenso ambitioniert in das Turnier.

Weltmeisterschaft in Australien
Alle zwei Jahre trifft sich die Rettungssportelite zur Weltmeisterschaft im Rettungsschwimmen. In diesem Jahr lockt das Großevent vom 11. November bis 2. Dezember hunderte Sportler nach Adelaide. Bei den Rettungsschwimmwettbewerben der Nationalmannschaften stehen an fünf Wettkampftagen verschiedene Einzel- und Staffeldisziplinen in der Schwimmhalle (Pool) und im Freigewässer (Ocean) auf dem Programm. Für viele ist die Reise nach Down Under das große Ziel ihrer Rettungssportkarriere.

Kader der DLRG Nationalmannschaft
(in Klammern die DLRG-Ortsgruppen, in denen die Athleten Mitglied sind)

• Jasmin Dziuron (Harsewinkel)
• Christian Ertel (Anklam)
• Jessica Grote (Halle-Saalekreis)
• Kerstin Lange (Harsewinkel)
• David Laufkötter (Schloß Holte-Stukenbrock)
• Kirsten Lühr (Schwerte)
• Jan Malkowski (Schloß Holte-Stukenbrock)
• Joshua Perling (Halle-Saalekreis)
• Daniel Roggenland (Harsewinkel)
• Carla Strübing (Anklam)
• Danny Wieck (Anklam)
• Vivian Zander (Schloß Holte-Stukenbrock)

Über den Rettungssport
Der Rettungssport ist die Wettkampfvariante des Rettungsschwimmens. Er entstand aus der Idee heraus, Menschen für den Wasserrettungsdienst zu gewinnen. Denn gute Rettungssportler sind auch gute Rettungsschwimmer. Der Sport kann im Ernstfall helfen, Leben zu retten. Gleichzeitig können durch ihn Techniken zur Rettung verfeinert und perfektioniert werden. Kraft, Kondition, Schnelligkeit und die Beherrschung der Rettungsgeräte sind Voraussetzung dafür, im Wettbewerb konkurrenzfähig sein zu können. In der DLRG betreiben rund 61.000 meist junge Menschen aktiv den Rettungssport, vom lokalen Verein bis hin zum internationalen Wettkampf. Vielen von ihnen konnten dadurch bereits für den Wasserrettungsdienst an den Stränden, Badesee und in Schwimmbädern begeistert werden.

Weitere Informationen unter www.dlrg.de/wm2018.

Pressekontakt: Martin Holzhause, DLRG Bundesgeschäftsstelle
Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V.