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Neue SSC-Diagonalspielerin Payne auch in Korea unter Vertrag – Klärung liegt jetzt bei der FIVB

24.06.2020

Fragezeichen auf der Diagonalposition

Bizarre Premiere für den SSC Palmberg Schwerin: Zum ersten Mal steht der Volleyball-Rekordmeister vor dem Kuriosum, dass eine neu verpflichtete Spielerin gleichzeitig von einem anderen Verein unter Vertrag genommen wurde. Die US-amerikanische Diagonalangreiferin Kelsie Payne (24), die für eine Saison nach Schwerin kommen sollte, wurde kurz nach der Einigung mit dem SSC auch vom südkoreanischen Volleyball-Club Korea Expressway Corporation Hi-Pass aus Gimcheon als neue Personalie bekanntgegeben.
Der Hintergrund: Ohne Wissen des SSC hatte Payne sich auch um einen der begehrten Plätze bei den sechs Damenmannschaften Südkoreas beworben. Pro Mannschaft ist hier nur eine Spielerin nicht-koreanischer Herkunft zugelassen; die Gehälter sind deutlich lukrativer als in Deutsch-land. Die Auswahl findet per Los statt.
„Aktuell liegt uns weder von der Spielerin noch seitens des Manage-ments eine Kündigung unseres Vertrages vor“, so SSC-Teamleitungsmit-glied Michael Evers. „Welcher Vertrag nun gültig ist und wie es damit weitergeht, muss von übergeordneter Stelle geklärt werden. Die Angele-genheit liegt dafür bei der FIVB. Sobald eine Entscheidung gefallen ist, informieren wir umgehend darüber.“
Grundsätzlich ist die Kaderplanung 2020/21 des SSC bereits weit fortge-schritten: Durch drei laufende Verträge, vier Vertragsverlängerungen und drei Neuverpflichtungen umfasst er bereits zehn Spielerinnen: Marie Schölzel, Lauren Barfield und Lea Ambrosius im Mittelblock, Gréta Szakmáry, Nicole Oude Luttikhuis, Romy Jatzko und Lina Alsmeier auf Annahme-Außen, Anna Pogany und Patricia Nestler auf der Libera-Position und Denise Imoudu im Zuspiel.

Kathrin Wittwer