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Reitsport-News aus Mecklenburg-Vorpommern

20190129-Mannschaft MV_1_Finale Alberdyll Cup_Berlin_2019_(c)PM Hippologica Sieg für die Mannschaft aus M-V beim Bernhard-von-Albedyll-Jugendförderpreis in Berlin, v.l.n.r.: Miriam Schlönvogt (Dritte in der Einzelwertung, Eve Deilmann-Walsh, Landestrainerin Elke Spierling, Sophia Joseph und Peter Fröhlich, GF Pferdesportverband Berlin-Brandenburg.
Foto: (c) PM Hippologica
29.01.2019

Miriam Schlönvogt Dritte und Mannschaftssieg beim Albedyll-Jugendförderpreis
Miriam Schlönvogt (ZRFV Wusterhusen) ritt mit großer Nervenstärke und starkem reiterlichen Können, zur großen Freude Ihrer Eltern und des MV Teams mit Ihrer Stute Patricia auf den dritten Platz im Finale des Bernhard-von-Albedyll-Jugendförderpreises. Dieser Cup ist eine Fördermaßnahme für junge Dressurtalente bis 18 Jahre aus den ostdeutschen Landesverbänden, wo das Finale im Rahmen der Internationalen Grünen Woche vom 25. bis 26. Januar 2019 ausgetragen wird. Volle Zuschauerränge, Trubel in den Hallen und viel Spaß für Pferdesportfans, Reiter und Familien. Die Live-Atmosphäre ist für die jungen Reiter-Pferd-Paare speziell, die Zuschauer sind ganz dicht dran und erleben die Wettkämpfe hautnah. Ein ungewohntes mitunter grandioses tolles Erlebnis für Jung und Alt. Zehn Junioren Dressurreiterinnen und Dressurreiter hatte Bundestrainer Oliver Oelrich aus verschiedenen Sichtungen des Sportjahres 2018 geschult und ernannt. Die Farben unseres Landes Mecklenburg-Vorpommern sind von drei jungen Damen vertreten worden. Nicht so einfach für die jungen Dressurdamen ihre Pferde bis in den Januar hinein für diese besondere Kulisse fit zu halten. Aber mit viel Fleiß in der Vorbereitung und großer Unterstützung durch die Eltern und Heimtrainer stellten sich Sophia Joseph (RFV Alt-Sammit), Eve Deilmann-Walsh (TSG Schönberg) und Miriam Schlönvogt (ZRFV Wusterhusen) dieser Aufgabe. Mit großem Kampfgeist ritten sie zum Sieg in der Mannschaftswertung und konnten somit den ausgepreisten Wanderpokal für das beste Team mit nach Mecklenburg-Vorpommern nehmen, wo er nun nach dreimaligem Erfolg in Folge verbleiben wird. In der Einzelwertung ist Franz Otto Damm seiner Favoritenrolle gerecht geworden und konnte den Sieg mit seinem Pferd DSP Lifestyle und einem überzeugenden Ergebnis von 72,588% in der FEI Prüfung mit nach Sachsen-Anhalt nehmen. Beim Veranstalter in Berlin- Brandenburg verblieb der zweite Platz mit Leonie Gehrz (Ländliches Reiten und Fahren Bülow) mit ihrem Pferd Cash Code (68,377%). Für Mecklenburg-Vorpommern konnte neben Miriam Schlönvogt die reitende Eve Deilmann-Walsh mit ihrem Maine überzeugen. An beiden Tagen freute sich Eve über Platz fünf und bewies eine konstante Leistung, wodurch sie großen Anteil am Erfolg des Teams MV hat. Sophia Joseph ritt mit Recognize in der Einlaufprüfung auf einen beachtlichen vierten Platz. In der Finalprüfung ließ sich der Wallach durch sein Umfeld sehr beeindrucken, stark aber auch, wie Sophia trotz alledem beeindruckend für den Sieg der Mannschaft kämpfte. Voller Stolz traten die jungen Frauen die Heimreise an und unsere Landestrainerin Elke Spierling konnte sich über den Leistungszuwachs freuen. "Kampf- und Teamgeist, der Glaube an die eigene Leistung, haben das Ergebnis unterstrichen und wir freuen uns auf eine tolle spannende Turniersaison 2019“, so Elke Spierling. Unseren herzlichsten Glückwunsch!

Tag des Ehrenamtes in Banzkow
Sportvereine sind Einer der wenigen Orte, die den Zweck mit dem Zwecklosen, die Verpflichtung mit der Freiwilligkeit, den Ernst mit der Ausgelassenheit, die Distanzierung mit der Annäherung, die Öffentlichkeit mit der Privatheit verbinden (von Krockow 1972). Diese Worte drücken jene Stimmung aus, die anlässlich der Ehrungen und Danksagungen im feierlichen Rahmen des Tages des Ehrenamtes am 26.01.2019 in Banzkow zu spüren waren: Gemeinschaft und Verbundenheit! „Ich danke allen Ehrenamtlichen, die sich im Verein, im direkten (Pferde)Kontakt oder in unserem Verband einsetzen. Diese Menschen leisten im Sport viel für unser gesellschaftliches Miteinander und bereichern so unser Zusammenleben in Mecklenburg-Vorpommern“, so Dr. Burkhard Dittmann, Präsident des Landesverbandes MV für Reiten, Fahren und Voltigieren. Ehrenamtliche im Pferdesport sind Menschen, die über ihre gesellschaftlichen und beruflichen Verpflichtungen hinaus Zeit, Wissen und Können freiwillig und unentgeltlich für breitensportliche, sportliche und soziale Zwecke erbringen. „Die Arbeit im Pferdesport ist lebendig, schafft bewegende Erlebnisse, fordert und fördert Sie immer wieder“, so Geschäftsführerin Claudia Krempien. Beispielhaft für ihre Arbeit und ihr Engagement nicht nur in Hinblick der Förderung und Stärkung der Jugend, sondern auch zur sichereren Gestaltung von Parcouren und Trainingsstätten der Sportler mit ihren Partnern, den Pferden, sind die ehrenamtlichen Disziplintrainer der Dressur, des Springens, der Vielseitigkeit, dem Voltigieren und dem Fahren sowie Kai Thiede, der bekannteste Fahrplatzbauer des Landes, geehrt worden. In ungewohnter Art und Weise im Pferdesport wurde in Banzkow weder im Viereck gefahren oder piaffiert, noch im Parcours oder im Gelände über Hindernisse gesprungen oder akrobatisch auf dem Pferde geturnt. Vielmehr wurde allenfalls über sportliche Highlights philosophiert, in entspannter Atmosphäre gegessen, über Vergangenes und Zukünftiges geplaudert und selbstredend viel getanzt. Von Reitern, für Reiter, mit Reitern!

André Thieme gewinnt Großen Preis der HIPPOLOGICA Berlin
André Thieme (RFV Plau am See) kam, sprang und siegte. Auf dem Heimweg von der Körung in München nach Mecklenburg-Vorpommern schaute Thieme spontan am Sonntag auf dem Messegelände unter dem Funkturm vorbei und nahm den Großen Preis der HIPPOLOGICA Berlin als Sieger entgegen. Mit seinem Pferd Crazy Girl meisterte er den Parcours mit der einzigen Doppel-Nullrunde in 45,73 Sekunden in der entscheidenden Siegerrunde. „Es hat ja schon ein paar Mal geklappt, dass ich hier nur am Sonntag gesprungen bin. Ich bin ja schon Dauergast auf der HIPPOLOGICA“, lacht Thieme. Auf Platz Zwei verwies er Max-Hilmar Borchert (RV Stechlin-Menz) auf Caspino (4*/36,62) vor Michael Külz (PSV Leisnig) auf Cicero´s Isaura (4*/38,56) auf Platz drei. Geschäftsführer Peter Fröhlich vom Pferdesportverband Berlin-Brandenburg zeigt sich zufrieden mit dem Messeverlauf: „Die Internationale Grüne Woche bietet uns eine perfekte Bühne, um den Pferdesport in seiner großen Bandbreite zu präsentieren und neue Zielgruppen für diesen vielseitigen und immer wieder faszinierenden Sport zu begeistern.“

MdBt Strenz zum Austausch in der Geschäftsstelle
Die westmecklenburgische Bundestagsabgeordnete Karin Strenz (CDU) hat sich am vergangenen Donnerstag in der Hansestadt Rostock mit Claudia Krempien, der Geschäftsführerin des Landesverbandes MV für Reiten, Fahren und Voltigieren e.V. getroffen, um sich über das Kulturgut Pferd und seine Bedeutung für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern auszutauschen. "Das Kulturgut Pferd greift tief in unsere Gesellschaft und das ist auch gut so. Doch zugleich stehen neue Herausforderungen an, über die wir offen reden müssen: Wie lassen sich die Strukturen des Ehrenamtes nachhaltig stärken? Weitere Knackpunkte liegen beim Ausbau unserer Reitwegenetze vor? Welche Lösungen finden wir für das erstarkte Aufkommen von Wölfen in Bezug auf Pferde? Oder wie kann eine stabile Finanzierung des beliebten Pferdesports in unserer Region erfolgen?", fasst Karin Strenz zusammen.
Einen weiteren Schwerpunkt bildete das Fachgespräch mit der Therapeutin Silke Ritthaler. Die Verteidigungspolitikerin Strenz ist Gründungsmitglied im "Parlamentskreis Pferd" des Deutschen Bundestages, der sich im November vergangenen Jahres konstituierte. Als zuständige Berichterstatterin der Unionsfraktion für an Posttraumatischen Belastungsstörungen erkrankte Soldatinnen und Soldaten möchte ich diesen Gesprächskreis nutzen, um die Chancen des Pferdes in Bezug auf Therapiemöglichkeiten von PTBS erkrankten Bundeswehrangehörigen in den Fokus zu rücken. Der Film "Stiller Kamerad" zeigt, dass Einsatzrückkehrer, deren seelisches Gleichgewicht durch traumatische Einsatzerfahrungen aus den Fugen geraten ist, durch eine pferdegestützte Traumatherapie geheilt werden können. Diese Methode hat bisher noch keine breite Anerkennung im Behandlungsprozess gefunden. "Ich bin der festen Überzeugung, dass wir nichts unversucht lassen sollten, um neue Genesungsmöglichkeiten zu erschließen“, so Strenz. „Der Fachaustausch mit Frau Ritthaler hat mir gezeigt, welche vielfältigen Möglichkeiten eine pferdegestützte Therapie im Allgemeinen bietet. Dieser Ansatz unterstützt den Heilungsprozess verschiedener Krankheitsbilder, wie etwa Depressionen, Burn-Out, Angststörungen oder Posttraumatische Belastungsstörungen“, erklärt Strenz weiter. Die Bundestagsabgeordnete möchte die Therapiemöglichkeiten für Bundeswehrangehörige in den kommenden Wochen sowohl im "Parlamentskreis Pferd" als auch mit Vertretern des Verteidigungsministeriums erörtern, inwieweit bereits bekannte Therapieformen mit Pferden auf den Genesungsprozess von an PTBS erkrankten Soldatinnen und Soldaten übertragbar sind.

Mecklenburger Ponyzüchter in Berlin erfolgreich!
Zwei Mecklenburger Hengste, ein Connemara namens Seehof Hazy Mojito aus der Zucht von Beatrix und Volker Dreschel aus Neetzka und der Deutsche Reitponyhengst Washington B, Züchter und Besitzer: Andree Bleck aus Malpendorf, waren nach Berlin gereist, um an der diesjährigen FN-Bundeshengstschau der Sportponyrassen im Rahmen der Internationalen Grünen Woche teilzunehmen. In verschieden Wettbewerben wurden die Ponys an drei Tagen von einer fachkundigen Jury, bestehend aus Zucht- und Sportrichtern, beurteilt. Am Freitag wurde mit der Exterieurbeurteilung in Schau-Wettbewerben der verschieden Rassen begonnen. Beide Mecklenburger Ponyhengste konnten hier mit der 1f-Prämie der FN abschließen.
Am Samstag konnten alle Rassen, in zwei Altersklassen getrennt, eine Prüfung in Anlehnung an eine Reitponyprüfung unter dem Sattel absolvieren. Hierbei belegte Washington B, von Kooihuster Wessel aus der Paola von Papilon x Granit, nach einer souveränen Runde mit seiner Reiterin Anne Groß, den neunten Platz mit einer Endnote von 7,25 bei den 7 bis 12-jährigen Hengsten.
Am Finaltag ging es für die Ponys nochmal in den großen Tierschauring zum Freispringwettbewerb. Hier zeigte der 6-jährige Seehofhof Hazy Mojito, von Frederiksminde Hazy Marvel aus der St.Pr. Stute Seehof Sunflower, dass er mit viel Übersicht die Springreihe meistern kann und beendete den Wettbewerb mit einer 7,7. Washington B konnte in seinem Element die Jury von sich überzeugen und ergatterte mit einer 8,25 einen tollen fünften Platz in dem Wettbewerb seiner Altersklasse.
Im Kombinierten Wettbewerb, in dem die Wertnoten aus der Dressur und dem Freispringen addiert wurden, um das vielseitigste Pony zu ermitteln, belegte Washington ebenfalls einen hervorragenden fünften Platz in der Altersklasse der 7 bis 12-jährigen Hengste.
Der siebenjährige Washington B, der mit einer Wertnote von 8,35 seine Hengstleistungsprüfung ablegte, konnte als neunt bestes Pony über alle Altersklassen und aller teilnehmenden Ponyrassen die FN-Bundeshengstschau 2019 verlassen. Der Pferdezuchtverband MV gratuliert und bedankt sich herzlichst bei allen Züchtern zu ihren besonderen Hengsten.

Richter, Trainer und Ausbilder-Seminar mit Klaus Ridder
Unter dem Motto „Versammlung: Wunsch & Wirklichkeit in den Klassen L, M und S“ findet am Samstag, 02.02.2019 von 10.00 bis 16.00 Uhr in der Cavallo-Arena by Reitsport Manski in 18273 Güstrow das Richter-, Trainer- und Ausbilder-Seminar mit Klaus Ridder statt. Klaus Ridder zählt eindeutig zu den anerkannten Experten des deutschen Pferdesports. Das Schlüsselerlebnis für den Eintritt in die Welt der Pferde fand für ihn als kleiner Junge beim Dülmener Wildpferdefang statt. Wenig später stieß Pony Conny zur Familie Ridder und irgendwann kam ein „richtiges“ Pferd. Im Laufe seiner aktiven sportlichen Laufbahn feierte Klaus Ridder weit über 200 Siege und Platzierungen im Dressurviereck, und die Liebe zum Dressursport begleitet ihn bis heute. Nicht selten sieht man ihn am Richtertisch, wo er u.a. auch Vorsitzender des Dressurausschusses der Deutschen Richterlichen Vereinigung (DRV) ist.
Von 10.00 bis 12.15 Uhr leitet Klaus Ridder interessierte Richter auf den Fokus der Versammlung ein und ab 13.15 Uhr sind Trainer, Übungsleiter und Ausbilder herzlich eingeladen die Praxis mit Ausschnitten aus Dressurpferde und –prüfungen live mitzuerleben. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 40 EURO für DRV Mitglied, 50 EURO bei Nichtmitgliedern der DRV, 20 EURO Trainer und Ausbilder für den praktischen Teil. Die verbindliche Anmeldung mit ihrer DRV Nummer erfolgt an den Landesverband MV für Reiten, Fahren und Voltigieren, Charles-Darwin-Ring 4 in 18059 Rostock oder an E-Mail: k.hendler@pferdesportverband-mv.de. Die entsprechende Seminargebühr ist unter dem Verweis „Richterseminar Klaus Ridder 2019-02-02, Name des Teilnehmers“ auf das Konto des LV MV bei der Deutsche Kreditbank AG Berlin mit IBAN DE80 1203 0000 0000 1104 37 zu überweisen.

Trainerausbildung für (ehemals) aktive Reiter in Redefin
Der Lehrgang wendet sich an aktive Reiter und ehemalig aktive Reiter, die in ihrem Beruf oder in ihrer Freizeitgestaltung Pferdesportler trainieren und bisher keinen Lehrgang zum Erwerb einer Trainerlizenz absolviert haben. Durch die verkürzte und komprimierte Trainerausbildung erhalten die Teilnehmer beim erfolgreichen Bestehen der Prüfung die Trainer C - Reiten Leistungssport Lizenz. Interessierte wenden Sich bitte an den Landesverband MV für Reiten, Fahren und Voltigieren e.V., Tel. 0381/3778735 oder per E-Mail: k.hendler@pferdesportverband-mv.de um die Termine, Voraussetzungsbedingungen sowie Prüfungsanforderungen und weitere Details zu erfahren.

Renate Herzog wird 75 Jahre jung
Am 18. Februar wird Renate Herzog, viele Jahre Vizepräsidentin des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern und Vorstandsmitglied der Persönlichen Mitglieder der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), 75 Jahre alt. Bekannt wurde die Berlinerin als Betreiberin einer großen Reitanlage in Passin, von der aus unter anderem Holger Wulschner seine internationale Karriere startete. Renate Herzog unterstützte darüber hinaus Reiter wie André Thieme und Matthias Granzow, organisierte das große Freilandturnier in Passin und veranstaltete von 2004 bis 2010 das Junior-Ostsee-Championat für Nachwuchsreiter. Schon bald war landesweit bekannt, dass sich Renate Herzog ohne Eigennutz für das Gemeinwohl und für Menschen einsetzt und sich dafür auch verantwortlich fühlt. 1996 wurde sie gefragt, ob sie für das Präsidium kandidieren würden. 2003 wurde sie zur Vizepräsidentin. 1997 wurde sie zur PM-Delegierten in Mecklenburg-Vorpommern und 2005 in den PM-Vorstand gewählt. Nach dem Tod ihres Mannes Herbert im Jahr 2012 legte Renate Herzog ihre diversen Ämter nieder. Lediglich im Vorstand des Fördervereins für Reiter und Jungzüchter in Mecklenburg-Vorpommern, den sie selbst einst gründete, blieb sie weiter aktiv. Für ihr großes sportliches wie auch soziales Engagement wurde Renate Herzog 2013 mit der goldenen Ehrennadel des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet. Die FN verlieh ihr 2003 das Silberne Reiterkreuz und 2013 die Graf-Landsberg-Medaille in Gold.

Schutzjagd des Wolfes nach skandinavischem Vorbild
Jüngste Meldungen über Wolfsangriffe auf Pferde geben Reitern und Pferdehaltern allen Grund zur Sorge. Anlässlich der Amtschefkonferenz der Agrarministerien hat das Forum Natur, zu dessen Mitgliedern auch die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) gehört, eine Bejagung des Wolfes nach dem Vorbild der skandinavischen Schutzjagd gefordert. Grundlage dafür soll eine sogenannte wildökologische Raumplanung sein. Für die sich schnell ausbreitenden Wölfe empfiehlt das Forum außerdem einen Akzeptanzbestand. Der Bestand an Wölfen in Deutschland wächst jährlich um etwa 30 Prozent. Nach realistischen Schätzungen leben inzwischen mehr als 1.000 Tiere in Deutschland, eine Verdopplung innerhalb von drei Jahren ist anzunehmen. Damit nehmen die Konflikte weiter zu. Die Verbände der Grundeigentümer und Landnutzer unter dem Dach des Aktionsbündnisses Forum Natur (AFN) haben deshalb nun ein neues Managementkonzept für den Wolf vorgelegt und fordern für die Zukunft ein aktives Eingreifen in die Wolfsbestände. Die wissenschaftliche Beratung hat Professor Dr. Dr. Sven Herzog von der Universität Dresden übernommen. Die AFN-Verbände regen für die Zukunft ein aktives Bestandsmanagement nach dem Vorbild der skandinavischen Schutzjagd an. Grundlage ist ein vorab festgelegter Akzeptanzbestand: Die einzelnen Bundesländer sollen ihren individuellen Beitrag zum günstigen Erhaltungszustand der Wolfspopulation leisten und gleichzeitig nach oben eine Grenze definieren, die weiterhin die gerade auch naturschutzfachlich dringend notwendige Weidetierwirtschaft garantiert. Basis für den Schutzjagdansatz ist eine wildökologische Raumplanung. Demnach gibt es drei Kategorien. In Wolfsschutzarealen soll sich der Wolf unbeeinflusst entwickeln können, etwa in großen Waldgebieten oder auf Truppenübungsplätzen. In Wolfsmanagementarealen soll der Wolf grundsätzlich toleriert sein, seine Bestände aber auf Basis der individuellen Akzeptanzgrenzen in den Ländern reduziert werden. In Wolfsausschlussarealen sollen territoriale Wolfsrudel nicht toleriert werden, insbesondere im Hinblick auf die Gefahrenabwehr. Urbane Gebiete gehören dazu ebenso wie der alpine Raum oder Weidetierhaltung mit großem Konfliktpotenzial. Vor allem in Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen werden Forderungen nach einem aktiven Wolfsmanagement in der politischen Diskussion bereits jetzt laut, weitere Länder werden folgen. Nach Ansicht des AFN sind die Wolfsvorkommen in Deutschland Teil einer baltisch-osteuropäischen Population mit mittlerweile über 8.000 Individuen, deren günstiger Erhaltungszustand zweifelsfrei gesichert ist. Damit widersprechen die Nutzerverbände dem Bundesamt für Naturschutz. Die Herausgeber des Managementkonzepts für den Wolf weisen ausdrücklich darauf hin, dass dieser laufend fortgeschrieben werden muss.
Das Managementkonzept sowie weitere Informationen der FN zum Thema Wolf finden Sie unter www.pferd-aktuell.de/umweltundpferdehaltung/gefahr-wolf.

Bekanntheit von Fördermaßnahmen im Dressursport
Ohne sie wäre der deutsche Dressur-Reitsport nicht so erfolgreich, wie er heute ist: Stiftungen, Mäzene, Unternehmen, die talentierte Reiter und Pferde fördern. Zusammen mit dem Marktforschungsunternehmen Horse Future Panel führt die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) nun eine Umfrage zur Bekanntheit dieser Förderer und ihrer Fördermaßnahmen durch. Wer an der Umfrage teilnimmt, hat die Chance auf den Gewinn von Tickets für den Finaltag beim CHIO Aachen und Büchern aus dem FN-Verlag. Die Teilnahme ist bis zum 31.01.2019 unter www.fn-umfrage.de möglich.

Zweiter Wettbewerb für Trainerassistenten aufgelegt
Für Trainerassistenten im Alter von 16 bis 26 Jahren schreibt die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) in diesem Jahr zum zweiten Mal den Wettbewerb "start-you-up" aus. In drei- bis fünfminütigen Videobeiträgen soll gezeigt werden, welche vielfältigen Aufgaben die Trainerassistenten in Verein und Betrieb erfüllen und wie sich diese in spannenden und lehrreichen Projekten umsetzen lassen. Wie man dem Reiternachwuchs Pferd mit allen Sinnen erschließen kann, zeigen die kreativen Siegerbeispiele aus dem vergangenen Jahr unter www.pferd-aktuell.de/trainerportal/videos-und-uebungen-fuer-den-unterricht/kindern-theoretisches-wissen-vermitteln/projekte-von-trainerassistenten-fuer-kinder. Dort wird gezeigt, wie man Jugendlichen die Anatomie des Pferdes nachhaltig vermitteln, das richtige Putzen zum Event zu machen oder die Jüngsten mit den Bedürfnissen des Pferdes vertraut machen kann. Als Preis winkt den Trainerassistenten der besten 15 Projekte eine Einladung zur FN Bildungskonferenz sowie eine kostenlose Persönliche Mitgliedschaft bei der FN für ein Jahr. Außerdem werden die Projekte im Trainerportal vorgestellt. Die besten fünf Trainerassistenten-Projekte dürfen sich außerdem über ein Stipendium auf dem Weg zum Trainer C freuen. Die beinhaltet die Übernahme der Kosten für das Vorbereitungsseminar sowie eine Einladung zu einem Informationstag in Warendorf.
Die Wettbewerbsausschreibung kann unter www.pferd-aktuell.de/trainerportal/trainerausbildung/wettbewerb-fuer-trainerassistenten her-untergeladen werden.

"Pack an! Mach mit!: 1.000 Euro Baumarkt-Gutschein sichern
Noch bis zum 15. Februar können sich Reitvereine, die ihre vereinseigene Anlage verschönern möchten, bei „Pack an! Mach mit!“ um eine Förderung ihrer Renovierungsarbeiten bewerben. Die Aktion der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) wird unterstützt von Globus Baumarkt und den Persönlichen Mitgliedern der FN. Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen: „Pack an! Mach mit!“ ist für Reitvereine eine prima Gelegenheit, nicht nur die vermeintlichen „Schmuddelecken“ auf dem eigenen Hof zu beseitigen, sondern auch die Gemeinschaft unter den Mitgliedern zu stärken. Seit 2014 konnten bereits rund 420 Projekte gefördert werden, in diesem Jahr sollen 100 weitere im Wert von 1.000 Euro folgen. Bewerben können sich Vereine, die Mitglied im Landespferdesportverband sind und deren Verschönerungsmaßnahme möglichst vielen Vereinsmitgliedern oder einer bestimmten Zielgruppe zu Gute kommt. Welche Voraussetzungen sonst noch erfüllt sein müssen, welche weiteren Gewinnchancen es gibt, wofür die Persönlichen Mitglieder Sonderehrenpreise vergeben und alle weiteren Informationen zur Aktion gibt es unter www.pferd-aktuell.de/pack-an-mach-mit.

„Sterne des Sports 2019“
Bei der Verleihung der „Sterne des Sports“ durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Berlin war auch ein Reitverein unter den Preisträgern. Andrea Harwardt vom Reitverein Integration Ladeburg aus Brandenburg landete in der Publikumswertung auf dem zweiten Platz. Mit denkbar knappem Vorsprung ging Tobias Michelsen als Sieger aus der Online-Abstimmung hervor. Sein Verein Sail United rangierte zudem auf Platz zwei im Bundesfinale, zu dem 17 Vereine aus ganz Deutschland geladen waren. Der „Große Stern des Sports“ in Gold und somit der Bundessieg ging an den Turnverein 1848 aus Erlangen. Über den dritten Platz konnte sich die Turnerschaft 1882 Klein-Krotzenburg aus Hessen freuen.
Andrea Harwardt hat den Reitverein Integration 1999 gegründet. Auslöser für ihr Engagement war die Erinnerung an ihre Kindheit, in der sie gerne mit ihrem geistig und körperlich beeinträchtigten Bruder gemeinsam Freizeitaktivitäten unternommen hätte, aber keine entsprechenden Angebote fand. Schon als junger Mensch fasste sie den Entschluss, mit Pferden arbeiten zu wollen. Und dann so, dass Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam mit Pferden Spaß haben können. „Es ist immer wieder etwas ganz Besonderes, einem Rollstuhl fahrenden Kind in die Augen zu sehen, wenn es begreift, dass das Pferd ihm seine Beine leiht und es auf dem starken Pferderücken die Welt entdecken darf”, sagt Andrea Harwardt. „Unsere Pferde schenken den Menschen vorurteilsfrei Glücksmomente und Heilung.“ In dem Bernauer Reitverein steht das selbstverständliche Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap bei allen Aktivitäten rund um das Thema Pferdesport im Vordergrund. Bei der Initiative „TAPFER - Therapeutische Arbeit mit dem PFERd” können Menschen aller Altersgruppen neue Bewegungsmöglichkeiten für sich entdecken, die heilende Wirkung des Reitens kennenlernen und gemeinsam Spaß haben. Dabei sind auch immer mehr Kinder mit Fluchterfahrung oder aus sozial schwachen Familien.
Seit 2004 gibt es den Wettbewerb, den der DOSB und die Volksbanken und Raiffeisenbanken gemeinsam ins Leben gerufen haben. Der Bundessieger kann sich über eine Prämie von 10.000 Euro freuen, um auch weiterhin herausragende Projekte und Initiativen finanzieren zu können. Aber auch alle anderen Nominierten und Finalisten werden mit Anerkennung von höchster Stelle und Geldpreisen in ihrer gesellschaftlich relevanten Arbeit unterstützt. Beim diesjährigen Bundesfinale der „Sterne des Sports“ waren neben dem Bundespräsidenten, dem DOSB-Präsidenten Alfons Hörmann und der Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Marija Kolak, mehr als 400 Gäste anwesend. Geprägt wurde die Veranstaltung vor allem durch die Gäste der 17 nominierten Vereinen.

Fördermittel für Sportstättensanierung
Ob eine klimafreundliche Belüftungstechnik in der Halle, eine energieeffiziente Flutlichtanlage für den Reitplatz oder neue Abstellplätze für Fahrräder: Seit dem 1. Januar 2019 ermöglicht die Kommunalrichtlinie, dass Betreiber von Sportanlagen die Infrastruktur vor Ort mit der Förderung des Bundesumweltministeriums modernisieren oder sanieren – und damit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Sportvereine, die in energieeffiziente Maßnahmen investieren, sparen nicht nur Energie, sondern auch eine Menge Geld. Für bisher beliebte Maßnahmen wie die Sanierung der Innenbeleuchtung von Sportstätten, die Beleuchtungstechnik an Flutlichtanlagen und der Tausch von raumlufttechnischen Anlagen können Sportstättenbetreiber auch weiterhin Anträge stellen.
Neu ist, dass die Förderung technologieneutral ausgelegt ist und klare Energieeffizienz-anforderungen an die Anlagen stellt. Darüber hinaus werden über die Kommunalrichtlinie auch folgende Klimaschutzmaßnahmen gefördert: Radabstellanlagen, die Optimierung zentraler Warmwasserbereitungsanlagen, Gebäudeleittechnik mit dazugehöriger Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik sowie Verschattungsvorrichtungen mit Tageslichtnutzung. Damit auch kleine Sportvereine von der Förderung profitieren, können sich mehrere gleichartige Antragsteller zu einem gemeinsamen Antrag zusammenschließen. So haben es Sportvereine leichter, die Mindestzuwendung zu erreichen. Anträge können vom 1. Januar bis zum 31. März und vom 1. Juli bis zum 30. September gestellt werden. Zu Fragen zur Kommunalrichtlinie oder zu anderen Fördermöglichkeiten im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) berät Sie das Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz (SK:KK) im Auftrag des Bundesumweltministeriums telefonisch unter 030/39001 170 und per E-Mail: skkk@klimaschutz.de.
Weitergehende Informationen unter: www.klimaschutz.de/de/zielgruppen/kommunen/foerderung/erweiterte-foerdermoeglichkeiten-der-kommunalrichtlinie.

Quelle: Newsletter des Landesverbandes MV
für Reiten, Fahren und Voltigieren e.V.