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Reitsport-News aus Mecklenburg-Vorpommern

18.02.2019

Landesjugendsprecher beim Treffen des FN-Juniorteams
Zum traditionellen Frühjahrstreffen des FN-Juniorteams, der Landesjugendsprecher aller Landesverbände, fuhren unsere Landesjugendsprecherin Henriette Dierkes und ihre Stellvertreterin Johanna Jaensch nach Warendorf. Gemeinsam bringen Sie Projekte für die Pferdesportjugend auf den Weg und tauschen sich über ihre Arbeit und ihre Erfahrungen in den jeweiligen Landesverbänden aus. Andreas Mamerow, von der Deutschen Mentaltrainer Akademie e.V. gab einen Workshop zum Thema: „Das Pferd ist dein Spiegel - besser reiten mit mentalem Training". Henriette Dierkes und Johanna Jaensch nahmen Tipps und Methoden für den Umgang mit dem Pferd und für die weitere Arbeit im Landesverband MV für Reiten, Fahren und Voltigieren mit. „Besonders beeindruckend, so Henriette Dierkes, wie die Konzentration mit Hilfe von Reaktions- und Geschicklichkeitsübungen trainiert oder Methoden zur Entspannung und Aktivierung des Körpers ausprobiert werden konnten. Auch Basics für die Erhöhung der mentalen Stärke, wie die realistische Selbsteinschätzung und vorzubereitende Handlungspläne wurden den Jugendsprechern näher gebracht“, so Dierkes. Am zweiten Tag ging es in die Klausurtagung. Annika Schalück, aus der FN-Abteilung Jugend, stellte das Projekt "junges Engagement" vor. Hierbei handelt es sich um deutschlandweite Treffen für junge Pferdesportbegeisterte, die ehrenamtlich tätig sind. Wer Interesse an weiteren Informationen zur Jugendarbeit und zur Jugendleitung im Pferdesport in MV hat, meldet sich gerne in der Geschäftsstelle unter k.hendler@pferdesportverband-mv.de.
Mit erhöhter mentaler Stärke und einigen neuen Ideen im Gebäck kamen Henriette und Johanna nach Mecklenburg-Vorpommern zurück und freuen sich auf das nächste Treffen im Herbst.

Dressurlehrgang mit Michael Thieme in Leist II
Mit dem Dressurlehrgang unter Leitung von Michael Thieme vom 22. bis 24. Februar in Leist II, Landkreis Vorpommern-Greifswald, wird die oft „eintönige“ Winterarbeit in den Fokus der Dressurarbeit gerückt. Denn ein konsequenter, durchdachter und abwechslungsreicher Trainingsalltag in der Winterarbeit legt den Grundstein für eine erfolgreiche „grüne“ Turniersaison 2019 – nicht nur in der Dressur. Wie man mit einfachen Mitteln Abwechslung in die tägliche Arbeit im Winter bringt, zeigt Michael Thieme in der Praxis mit über 20 Reitern und Pferden verschiedenen Alters und auf unterschiedlichem Niveau. Infolge dessen, dass viele Tipps für die praktische Umsetzung der Trainingseinheiten zuhause das Programm abrunden, können Trainer und Übungsleiter im Rahmen einer Hospitation am Sonnabend von 9.30 bis 11.30 Uhr zwei Lerneinheiten erwerben. Eine verbindliche vorherige Anmeldung der Trainer ist aus organisatorischen Gründen notwendig und erfolgt direkt an e.spierling@pferdesportverband-mv.de oder unter Tel. 0381/3778735. Von einer vielseitigen Winterarbeit profitieren beide – Pferd und Reiter – denn sie gewinnen an Bewegungsgefühl, Kondition, Geschicklichkeit, Balance, Aufmerksamkeit und Motivation.

Lehrfilm für den Pferdetransport
Pferde sicher transportieren - ob zum Ausreiten, zum Training, zum Turnier oder in die Pferdeklinik: Wer ein Pferd besitzt, will es auch im Pferdeanhänger transportieren. Was man rund um den Pferdetransport wissen muss, damit die Fahrt für Mensch und Pferd angenehm und sicher ist, darum geht es in der neuen Filmreihe „Tipps für den Pferdetransport“, die die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) mit Unterstützung des Pferdeanhänger-Herstellers Böckmann produziert hat. Die Serie erscheint unter www.pferd-aktuell.de. Der erste Film: Wie plane ich den Transport, was muss mit? – kann unter www.youtube.com/watch?v=t9MGUIFJJLI eingesehen werden. Was bedeutet die zulässige Anhängelast? Wie kuppel ich den Anhänger an? Wie bereite ich den Pferdeanhänger für den Transport vor? Wie bereite ich das Pferd vor? Was muss ich beim Fahren mit Pferdeanhänger beachten? Was passiert am Ziel? Wie reinige ich den Pferdeanhänger? Wie stelle ich ihn richtig ab – auch für längere Zeit? Wer möchte, dass sein Pferd sich während der Fahrt wohl fühlt und immer wieder gerne auf den Anhänger geht, der sollte sich die Filme anschauen. Mit den Filmen wollen FN und Böckmann einen Beitrag zu Sicherheit, Unfallverhütung und Tierwohl leisten.

Trauer um Greifswalder Dr. Burandt
Der ehemalige Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), Dr. Ernst Burandt, verstarb am 9. Februar in seiner Wahlheimat Warendorf im Alter von 91 Jahren. Der gebürtige Greifswalder hat den Bundesverband von Ende der 1950er bis 1991 entwickelt und geprägt wie kein anderer. Der Landwirt, der seine Diplom-Arbeit über das Hannoversche Pferd an der Universität in seiner Heimatstadt schrieb, war von 1950 bis 1952 Assistent beim Landesverband Mecklenburgischer Pferdezüchter in Schwerin. Im Dienst fuhr er mit dem Zugkraftmesser auf dem Motorrad durch das norddeutsche Land, um die Pferde im Schritt und Trab vor der Schleppe zu prüfen. „Ich habe die Stuten nach ihrem Raumgriff in verschiedenen Erbgruppen zusammengestellt. Dabei wurden die Hengste erfasst, die das gleiche Merkmal vererbt haben“, erzählte er einst. Seine Dissertation schrieb Ernst Burandt über Zuchtleistungsprüfungen bei Professor Dr. Wussow in Halle. Erschienen ist sie 1952 im Band 66 des Kühn-Archivs als „Ein Beitrag zur Lösung des Problems der Leistungsprüfung von Wirtschaftspferden an Hand einer neuen Methode und deren Auswertung innerhalb der Mecklenburger Landespferdezucht“. Seinem Hobby Reiten ging der Greifswalder nach der Arbeit übrigens in Schwerin bei den Polizeipferden nach. Von Major Hans Huth, der später zu Dynamo Hoppegarten ging und 1954 DDR-Meister im Springparcours wurde, bekam er seine Reitstunden.1952 siedelte Dr. Burandt in die Bundesrepublik über und war zunächst in der Versicherungsbranche tätig. Von 1957 bis 1958 vervollständigte er seine tierzüchterische Ausbildung in Niedersachsen und wurde Ende 1958 zunächst zweiter Geschäftsführer, ab 1961 dann Geschäftsführer der Abteilung für Leistungsprüfung des Hauptverbandes für Zucht und Prüfung deutscher Pferde (HDP). Parallel dazu übernahm er ab 1960 auch die Geschäftsführung des Verbandes der Reit- und Fahrvereine im Bundesgebiet. Seine nächste Aufgabe war die Mitwirkung bei der Ausarbeitung einer neuen Ausbildungs- und Prüfungsordnung und der Aufbau einer neuen HDP-Abteilung Ausbildung. 1968 schlossen sich die bis zu diesem Zeitpunkt selbständig arbeitenden, pferdesportlichen Institutionen zur Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in ihrer heutigen Form zusammen. Bevor Dr. Burandt Ende 1991 in den Ruhestand trat galt sein letzter großer Einsatz als FN-Generalsekretär die Eingliederung der ostdeutschen Pferdesport- und -zuchtorganisationen nach der Wiedervereinigung 1989 in die FN. Er war einer der ersten, der beim Deutschen Sportbund (DSB) Gelder für die ostdeutschen Verbände organisierte. In dieser Zeit besuchte er häufig seine alte Heimat Mecklenburg-Vorpommern. „Die Aufbaujahre waren anstrengend, aber toll“, sagte er einst dem Geschäftsführer des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Für seine Verdienste wurde Dr. Burandt mit dem Deutschen Reiterkreuz in Gold ausgezeichnet. Mit der nach ihm benannten „Burandt-Wiese“ im Warendorfer Norden, auf der alljährlich die Bundeschampionate stattfinden, setzte ihm die FN zudem schon zu Lebenszeiten ein Denkmal.

Trauer um Berndt von dem Knesebeck
Über Jahrzehnte war er eine der eindrucksvollsten Stimmen des Pferdesports. Ob als Turnier-sprecher und Fernsehkommentator bei Olympischen Spielen, Welt- oder Europameisterschaften, ob beim berühmten CHIO in Aachen oder einem ländlichen Reitturnier in der Umgebung von Warendorf – die Stimme von Berndt von dem Knesebeck war stets unverwechselbar und einprägsam. Am 24. Januar ist der gebürtige Berliner, der lange Zeit in verschiedensten Funktionen für die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) und das Deutsche Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) tätig war, im Alter von 80 Jahren verstorben.
Der Sohn eines Offiziers machte als junger Industriekaufmann und Journalist umfangreiche Auslandserfahrungen auf fast allen Kontinenten der Erde. Seine Sprachbegabung, er sprach sechs Sprachen fließend, half ihm dabei auch in den verschiedensten Ländern zurechtzukommen. Seine Fachkompetenz in Sachen Pferd sowie sein Talent als Turniersprecher und Kommentator waren auch im Ausland gefragt. So begleitete er unter anderem die berühmte Spanische Hofreitschule in Wien als Moderator auf ihren Auslandstourneen. Berndt von dem Knesebecks besondere Vorliebe gehörte dem Vielseitigkeitssport, den er auch selbst aktiv ausübte. Als ehemaliger Leiter des Veranstaltungsbüros von FN und DOKR prägte er mit seinen Ideen und seiner Phantasie ganz maßgeblich die Bundeschampionate. Hier wurde er 2013 als Turniersprecher feierlich verabschiedet. „Er war nicht nur ein hoch geschätzter Kollege und absoluter Experte im Pferdesport, sondern für mich persönlich auch ein ganz wichtiger Ratgeber und Mentor in meiner Anfangszeit bei der FN. Als junger Turnierleiter bei den Bundeschampionaten konnte ich stets auf seine Unterstützung und Fachkenntnis bauen“, sagte FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach. Bereits 2003 wurde Berndt von dem Knesebeck für seine Verdienste um den Pferdesport von der FN das Deutsche Reiterkreuz in Silber verliehen.

Quelle: Newsletter des Landesverbandes M-V
für Reiten, Fahren und Voltigieren e.V.