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Sportlerwahl 2017: Noch 2 Tage und weitere Sportlerstimmen…

12.01.2018

Hannes Ocik: „Jedes Jahr ein Hauen und Stechen“

Sie haben ein unglaub-liches Jahr hinter sich, was war Ihr persönliches Highlight?
Hannes Ocik: Es ging wirklich von einem Höhe-punkt zum nächsten: Die WM Goldmedaille, auch die Weltbestzeit in Poznan waren überragende Sachen und das Weltcup-Finale auf dem Rotsee – das war das knappste Rennen und mein erster Sieg beim dritten Start dort. Vom Weltruderverband wurden wir als beste Rudermannschaft ausgezeich-net, das macht einen schon stolz.

Wie schwer ist es, den Platz im Achter zu behaupten?
Hannes Ocik: Der Druck ist immer sehr groß. Die Vorleistungen, die man erbracht hat, werden zwar von den Trainern wohlwollend registriert, aber man muss sich jedes Jahr aufs Neue beweisen.
Bei den Deutschen Meisterschaften muss man sich wieder vorne platzieren, sonst wird es ganz schwer – weil viele junge Athleten nachrücken. Das ist jedes Jahr wieder ein Hauen und Stechen um die Plätze.

Was steht 2018 im Fokus?
Hannes Ocik: Natürlich die WM, die dieses Mal in Plovdiv stattfindet. In erster Linie habe ich aber das Ziel, wieder in die Nationalmannschaft zu kommen, und ich möchte meinen Platz im Achter verteidigen. Das wird mit den Jahren nicht leichter, weil drei, vier Leute zurückkommen, darunter Felix Drahotta aus Rostock, der ja schon im Silber-Achter von Rio saß. Das nächste Jahr wird auf jeden Fall sehr spannend.

Interview: S. Fröbe/OZ

Lea -Sophie Friedrich: „Jede Minute ist kostbar“

Sie sind sechsfache U-19-Vizewelt-und Europa-meisterin im Bahnradsport. Ist Ihr Jahr 2017 noch zu toppen?
Lea-Sophie Friedrich: Klar, es geht ja noch weiter nach oben. Ich habe bei der WM und der EM jeweils dreimal Silber gewonnen – 2018 ist Gold drin. Ich werde auf jeden Fall darauf hintrainieren. Mit 2017 bin ich auf jeden Fall mega zufrieden.

Sie haben im Sommer in Schwerin die Schule beendet und sind seit September Mitglied der Sportfördergruppe der Bundespolizei in Kienbaum. Schon akklimatisiert?
Lea-Sophie Friedrich: Es ist auf jeden Fall sehr hart. Man steht morgens um sechs Uhr auf, um sieben ist Antreten an der Dienststelle, hinzukommen zwei Trainingseinheiten pro Tag und hinterher muss man noch lernen. In den ersten Wochen dachte ich: Oh Gott, wie soll ich das überleben? Der Alltag ist schon heftig, aber man wird mental dadurch stärker. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und kann gut damit
umgehen. Hier ist jede Minute kostbar.

Sie werden im Januar 18 Jahre alt, dürfen also auch im nächsten Jahr noch in der U 19 starten.
Ist Olympia 2020 in Tokio für Sie schon ein konkretes Ziel?
Lea-Sophie Friedrich: So weit denke ich noch nicht. Ich habe das natürlich im Hinterkopf, aber bis dahin sind es ja fast noch drei Jahre. Man muss schauen, wie sich alles entwickelt. Theoretisch könnte ich mir es sicher vorstellen, da hinzufahren – mal gucken.

Interview: S. Fröbe/OZ

Malte Winkel: „Olympia 2020 ist ein Riesenanreiz“

Sie waren mit Ihrem 470er-Bootspartner Matti Cipra bei den Junioren sehr erfolg-reich.
Was war 2017 im ersten Männer-Jahr anders?
Malte Winkel (23): Wir sind auch früher schon bei den Senioren gestartet, dort aber gnadenlos unter-gegangen. Es ist ein großer Motivationsschub, zu sehen, dass wir jetzt vorn dran sind.

Deutscher Meister, WM-12., EM-15. –was war die wichtigste Erfahrung?
Malte Winkel: Vom Ergebnis her die WM, weil daran die Förderung der nächsten Jahre gemessen wurde. Aber auch der Weltcup auf dem Olympiarevier von Tokio 2020 war ein tolles Erlebnis. Dort erste Erfahrungen zu sammeln, ist ein Riesenansporn. Wenn man dort im Hafen die Bilder der Spiele 1964 anschaut, lodert die olympische Flamme in einem auf.

Sie trainieren in Kiel. Schaffen Sie es über die Feiertage in die Heimat nach Schwerin und Wismar?
Malte Winkel: Gerade haben wir ein Trainingslager in Italien beendet. Für mich ging es dann gleich nach Florida, wo meine Eltern seit zwei Jahren wohnen. Wir verbringen die Feiertage zusammen – und am 7. Januar beginnt dort in Miami der Weltcup.

Was steht 2018 an?
Malte Winkel: Die Titelverteidigung als Deutscher Meister auf dem Heimatrevier von meinem Vorschoter Matti in Wismar. Der Fokus liegt aber auf der WM in Aarhus. Dort werden die ersten Olympia-Tickets
vergeben – ein Riesenanreiz.

Interview: K. Rehberg/OZ

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