Schnelle Rennen am Finaltag | 35.000 begeisterte Zuschauer | Emotionale Siegerehrung und Abschied der Macher: Festival geht in eine Pause
Schwerin. Mit erneut starken Zeiten sind die Zwischenläufe und Finals um den Großen Preis von Schwerin auf der 200 Meter-Distanz zu Ende gegangen. Die schnellste Zeit, die jemals gefahren wurde, erzielte das Team Fette Motte and Friends im A-Finale der Championsklasse.
Bei der emotionalen Siegerehrung gab es nicht nur Freudentränen: Die Cheforganisatoren Michael Nowack und Chris Richter verkündeten eine Pause des Drachenbootfestivals. Die Kanurenngemeinschaft Schwerin e.V. (KRG) ist jetzt gefordert, sich neu zu formieren.
Angenehmes Sommerwetter, große Begeisterung rund um den Pfaffenteich und starke Ambitionen in den Booten: Der dritte Festivaltag lud zu Zwischenläufen und später zu den Finalläufen auf der 200 Meter-Strecke ein. Bereits am Vortag hatte sich die Teams für die Sportklasse oder die Championsklasse qualifiziert.
Abermals verzeichneten die Organisatoren sehr schnelle Rennen. Die Abstände zwischen den Platzierungen waren ohne technische Hilfsmittel gar nicht auszumachen. So lagen beispielsweise zwischen dem Zweit- und Drittplatzierten im B-Finale der Championsklasse lediglich zwei Hundertstel Sekunden.
Die Teams warteten somit gespannt auf die Siegerehrung am Nachmittag. Petrus schickte ein laues Lüftchen zum Pfaffenteich und noch einmal den Duft des Sommers über das Wasser. „In dieser absolut angenehmen Atmosphäre macht es richtig Spaß, die Rennen zu erleben. Wir sehen eine enorm hohe Leistungsdichte“, sagt KRG-Chef Michael Nowack. „Alle B-Finalisten hätten von der Zeit her auch im A-Finale stehen können.“ Herausragend war das Team Fette Motte and Friends aus Neubrandenburg. Mit einer Zeit von mit 00:45,73 Sekunden erzielten die Paddler im A-Finale der Championsklasse Mixed einen, nach Angaben der Veranstalter, noch nie dagewesenen Wert. Sie sicherten sich damit zum wiederholten Mal den begehrten Wanderpokal, der seit 2011 vergeben wird. Die nachfolgenden Sportfreunde der HKC21 All Sports Team Hannover benötigten übrigens knapp eineinhalb Sekunden mehr für Platz zwei.
Kollision im fünftletzten Rennen: Glücklicherweise keine Verletzten
Im Rennen Nummer 86 kam es zu einer Kollision zweier Boote. In der Folge kenterte ein Drachenboot. Die gute Nachricht: Alle Paddler kamen unverletzt an Land. Die Wettfahrten wurden für knapp eine halbe Stunde unterbrochen, um das kollidierte Drachenboot zu bergen und einen Sicherheitscheck am anderen Boot durchzuführen, welches an der Kollision beteiligt war. Das gekenterte Drachenboot wurde aus dem Rennbetrieb genommen.
„Solche Situationen können im Wettkampfbetrieb passieren. Wir sind sehr froh, dass alle Paddler unversehrt geblieben sind“, sagt Chris Richter. Die Teamleitung des Drachenbootfestivals dankt an dieser Stelle ausdrücklich der Wasserwacht des DRK für die Absicherung der gesamten Veranstaltung und insbesondere das besonnene Handeln nach dem Zusammenstoß. Die DRK-Rettungskräfte waren wenig später noch einmal gefordert, um einem Sportler medizinische Hilfe zu geben.
