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Dramatische Heimniederlage gegen Bonn

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Nach vier Siegen in Folge in der easyCredit Basketball Bundesliga endete die Serie der ROSTOCK SEAWOLVES mit einer 86:88-Heimniederlage gegen die Telekom Baskets Bonn. Dabei verspielten beide Teams einen zweistelligen Vorsprung. Am Ende hatte TJ Crockett Jr. an der Freiwurflinie die Chance auf den Ausgleich, doch der US-Guard verwarf beide Male. Nach dieser Niederlage fielen die Wölfe auf den achten Tabellenplatz. D’Shawn Schwartz kam auf 22 Zähler, vier weitere Rostocker punkteten zweistellig. Bei den Bonnern erzielten sechs Spieler mindestens zehn Punkte.

ROSTOCK SEAWOLVES gegen Telekom Baskets Bonn 86:88 (42:49)

4.435 Zuschauer in der StadtHalle Rostock sahen einen Traumstart der Rostocker. Die ersten beiden Dreier von Dominic Lockhart und TJ Crockett Jr. zappelten im Bonner Netz (6:0, 1. Min). Die Gäste vom Rhein antworteten prompt, dennoch zeigten die Wölfe früh, wer an diesem Abend das Sagen haben sollte. Owen Klassen krönte einen Fastbreak per Dunk (11:5, 3. Min), die SEAWOLVES trafen vier ihrer ersten fünf Dreipunktewürfe (18:8, 5. Min). Danach kamen Bonner besser ins Spiel und agierten nun aggressiver in der Abwehr. Nach einem 10:0-Lauf glichen die Telekom Baskets aus, nach dem ersten Abschnitt lagen sie sogar knapp vorn (25:26, 10. Min).

Die Bonner erhoben im zweiten und dritten Viertel das Wort und diktierten den Wölfen ihr Spiel auf. Schnellangriffe, physische Verteidigung und den richtigen Riecher beim Rebound markierten ein ums andere Mal den Unterschied zugunsten der Bonner, die zur Halbzeit mit sieben Zählern vorn lagen (42:49) und auch nach dem Seitenwechsel munter weiter punkteten.

Die SEAWOLVES brachten viertelübergreifend knapp fünfeinhalb Minuten keine Zähler auf die Anzeigetafel. Entsprechend wuchs der Rückstand an (42:57, 23. Min). Die Bonner bereiteten den Wölfen weiter Kopfschmerzen mit ihrer zermürbenden Abwehrarbeit. Wenngleich die Hausherren verstärkt den Weg zum Korb suchten, um Fouls und Freiwürfe zu schinden, blieb der Unterschied zweistellig (53:63, 27. Min). Allerdings lag in der Luft, dass sich noch ein Nervenkrimi anbahnen sollte. Lukasz Kolenda übernahm dabei zunächst Verantwortung: Nach einem Block von Owen Klassen dribbelte der Pole den Ball kurz vor Ende des Viertels und hatte dabei die Uhr im Blick. Nach einem harten Dribbling ließ er Gäste-Guard Joel Animu aussteigen und versenkte den Buzzerbeater eiskalt zum 63:70 (30. Min).

Die Aufholjagd setzte sich im Schlussviertel fort: Klassen verwertete einen Fehlwurf von Kassim Nicholson mit einem wuchtigem Dunk (65:70, 31. Min). Plötzlich tobte die Halle wieder und brachte neue Energie. Das Spiel war wieder offen, nachdem Schwartz einen Dreier mit Brett verwandelte (74:75, 34. Min). Dann folgte eine dramatische Schlussphase. Bonn behauptete weiter die Führung (81:86, 39. Min), doch Nicholson und DeAndre Lansdowne verkürzten in der Schlussminute auf 86:87. Noch waren 25 Sekunden zu spielen. 15,2 Sekunden vor Ende trat Bonns Spielmacher Alijah Comithier an die Linie – und traf nur ein Mal (86:88). Anschließend penetrierte Crockett Jr. zum Korb, wurde bei 2,1 Sekunden Restzeit gefoult und trat an die Linie. Der erste Wurf verfehlte das Ziel, auch der zweite Wurf ging daneben. Der Rebound landete in den Händen der Bonner, die eine Woche nach dem Hinspiel (81:77 für Rostock) den Sieg aus der Hansestadt davontragen konnten.

Statistik des Spiels

18 Offensiv-Rebounds schnappten sich die Bonner, die Rostocker hingegen nur zwölf. In Summe pflückten die Gäste vom Rhein zehn Rebounds mehr als die Rostocker (42:32). Zudem passten die Bonner besser auf den Ball auf (Rostock: 15 TO, Bonn: 9 TO).

Stimme zum Spiel 

Przemyslaw Frasunkiewicz (Head Coach Rostock): „Ich hatte den Eindruck, dass wir das Spiel nicht ernst genommen haben. Es war schrecklich. In der ersten Halbzeit haben wir zehn Offensiv-Rebounds der Bonner zugelassen, wir haben zehn Mal den Ball verloren. Wir haben im zweiten Viertel nur ein Foul begangen. Das ist inakzeptabel.“

Marko Stankovic (Head Coach Bonn): „Ich denke, dass es eine sehr gute Basketball-Performance war und ein sehr gutes Spiel. Ich glaube, die Menschen in der Halle haben diesen Kampf bis zum Ende genossen. Wir haben besser als im letzten Spiel gespielt. Das ist klar. Die meiste Zeit über haben wir sehr solide verteidigt, außer zu Beginn des Spiels und am Ende des dritten Viertels. Wenn man in Rostock zwei Viertel gewinnt und eines unentschieden spielt, dann ist es ein wohlverdienter Sieg. Insgesamt sollten wir zufrieden sein mit diesem erneut knappen Sieg. Wir hatten acht Würfe mehr als unser Gegner, resultierend aus sehr guter Rebound-Arbeit und 15 erzwungenen Ballverlusten. Wir haben hingegen neun Mal den Ball hergegeben. Es ist ein großer Sieg für uns. Morgen steht Erholung auf dem Plan und am Montag arbeiten wir daran weiter, wo wir hier aufgehört haben.“

So geht’s weiter

Die SEAWOLVES sind mittendrin im Heimspielmarathon. Am Mittwoch (04.02.) empfangen die Wölfe den ungarischen Vertreter KC Falco Energia Szombathely im FIBA Europe Cup. Spielbeginn ist um 19:00 Uhr in der StadtHalle Rostock. Tickets sind online erhältlich auf tickets.seawolves.de oder an den bekannten Vorverkaufsstellen. 

Statistiken zum Spiel 

Viertelstände (HRO-BON): 25:26, 17:23, 21:21, 23:18

Punkteverteilung:

Rostock: Baggette (5), Crockett Jr. (14), Klassen (10), Kolenda (11), Lansdowne (6), Leuchten (5), Lockhart (3), Nicholson (10), Schwartz (22), Theis (0), Zilinskas (nicht eingesetzt).

Bonn: Aminu (8), Birts (16), Comithier (13), Cooks (11), Garrett (13), Heckmann (3), Jongkuch (1), Jostmann (0), Kessens (11), Murphy (12).

Coach Frasunkiewicz verlängert bis 2028 bei den SEAWOLVES

Head Coach Przemyslaw Frasunkiewicz verlängert seinen Vertrag bei den ROSTOCK SEAWOLVES vorzeitig bis Sommer 2028. Unter tosendem Beifall der über 4.000 Fans in der StadtHalle Rostock wurde diese Neuigkeit vor dem Heimspiel gegen die Telekom Baskets Bonn verkündet.

„Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass der Verein mir sein Vertrauen schenkt. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir in den nächsten zwei Jahren gemeinsam weiter wachsen werden – sowohl als Team als auch als Organisation – und Erfolge erzielen können. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit den ROSTOCK SEAWOLVES etwas Nachhaltiges und Wettbewerbsfähiges aufzubauen“, sagt der 47-jährige Pole.

In der Saison 2024/2025, der ersten Spielzeit unter der Führung Frasunkiewicz‘, hatten die SEAWOLVES sich mit dem zehnten Tabellenplatz erstmals für die Play-Ins in der easyCredit Basketball Bundesliga (BBL) qualifiziert. In der aktuellen Spielzeit 2025/2026 stehen die SEAWOLVES auf dem sechsten Tabellenplatz in der BBL; im FIBA Europe Cup konnten sich die Wölfe erstmals in der Vereinsgeschichte die zweite Runde erreichen mit guten Chancen, ins Viertelfinale einzuziehen

„Ich freue mich sehr, dass Coach Frasunkiewicz sich für eine zwei Jahre in Rostock entschieden hat. Er hat einen großen Anteil sowohl an unserer Entwicklung als Organisation und Team als auch an unserem Erfolg in den vergangenen zwei Jahren. Ich kann mich gut an unseren gemeinsamen Anfang in Rostock im Sommer 2024 erinnern. Der Weg von damals bis heute und das Erreichte freut mich und erfüllt mich mit Stolz. Wir wollen jeden Tag besser werden und neue Höhen erreichen, sowohl in der Liga als auch international. Ich freue mich, dass er genau diese Ziele auch mit dem Team anstrebt. Ich freue mich sehr auf die weitere Zusammenarbeit“, erklärt Sportdirektor Kevin Anstett.

Thomas Käckenmeister 

ROSTOCK SEAWOLVES