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EM-Silber für Julia Ulbricht

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© Stefan Mayer
Julia Ulbricht (1. LAV Rostock) gewinnt bei den Europameisterschaften in Birmingham überraschend die Silbermedaille im Speerwerfen! Sie musste dabei nur der Rio-Olympiasiegerin Sara Kolak (Kroatien) den Vortritt lassen.

Der Schützling von Mark Frank warf gleich im ersten Durchgang die Weite von 61,53 Meter, nur fünf Zentimeter unter ihrer persönlichen Bestleistung. Auch die Kroatin warf ihre Tagesbestweite gleich zu Beginn. Alle Athletinnen taten sich danach bei den nicht einfachen Windbedingungen schwer. So blieb es an der Spitze bis zum Schluss und Julia durfte sich über EM-Silber freuen! Nachdem die Hansestädterin bereits 2019 bei der U20-EM in Borås (Schweden) Silber gewann, gelang es ihr nun sieben Jahre später bei den Erwachsenen.

Auch die weiteren Starter aus Mecklenburg-Vorpommern kehrten mit respektablen Resultaten zurück. Zu Beginn der Titelkämpfe glänzte Lia Flotow (1. LAV Rostock) über die 100 Meter Hürden. Im Vorlauf sprintete sie bei leichtem Rückenwind 12,95 Sekunden und zog souverän in das Halbfinale ein. In diesem zeigte Lia erneut ein starkes Rennen. Diesmal bei Gegenwind, blieb die Uhr bei 13,02 Sekunden stehen. Das Finale verpasste sie um acht Hundertstel Sekunden. Doch mit der insgesamt zwölftbesten Leistung der 24 Halbfinalistinnen erreichte der Schützling von Birger Voigt ein hervorragendes Abschneiden.

Johanna Martin (1. LAV Rostock) erzielte im Semifinale über 400 Meter 51,34 Sekunden, die insgesamt Rang 15 bedeuteten. Mit ihrer Zeit verfehlte sie nur knapp ihre Leistung bei den nationalen Titelkämpfen. Für die 20-jährige war der erste Einzel-Auftritt bei internationalen Meisterschaften ein wichtiger Schritt nach vorn. Das DLV-Quartett mit Johanna zog erfreulicherweise in das Finale über 4 x 400 Meter ein. Leider verlor das deutsche Team frühzeitig die Tuchfühlung zum Spitzenfeld. Trotz eines erneut guten Rennens konnte die deutschen Meisterin den Rückstand nicht mehr wettmachen, so dass es Rang acht wurde.

Nachdem Gillian Ladwig (Schweriner SC) in der Qualifikation der Einzug in das Stabhochsprung-Finale gelang, konnte der Landeshauptstädter in der Entscheidung die Anfangshöhe von 5,55 Meter gleich im ersten Versuch bezwingen. Die folgenden 5,70 Meter waren dann leider zu hoch. In der Endabrechnung erreichte Gillian Rang elf.

Unsere ehemaligen Athleten unterstrichen Birmingham gleichfalls ihre Klasse. Sophie Weißenberg (ehemals SC Neubrandenburg), die jetzt für den TSV Bayer Leverkusen startet und in einer Trainingsgruppe in den Niederlanden trainiert, erkämpfte sich nach langer Verletzungspause aufgrund eines Achillessehnenrisses den fünften Platz im Siebenkampf mit neuer persönlicher Bestleistung von 6496 Punkten. Der ehemalige Schweriner Owe Fischer-Breiholz (Königsteiner LV) stand über 400 Meter Hürden im Finale und wurde in 48,56 Sekunden gleichfalls Fünfter.

Wir gratulieren unseren Athleten und ihren Trainern zu den tollen Auftritten und erzielten Resultaten! Sehr stolz sind wir auf euch!

Ralf Ploen