Für den Nachwuchsruderer Pepe Jonuscheit war es eine außergewöhnliche Saison. Der Schüler des Schweriner Sportgymnasiums qualifizierte sich in diesem Sommer für die U19-Nationalmannschaft. Bei der Weltmeisterschaft im August in Bulgarien holte er im Achter für Deutschland Bronze. Nach einer Trainingseinheit in seinem Heimatverein, der Schweriner Rudergesellschaft (SRG), erzählt er von seinem Sommererlebnis, dem harten Weg dorthin und seinen Zielen für die Zukunft.
Was geht Dir heute durch den Kopf, wenn Du an das finale Rennen zurückdenkst?
Ich habe extreme Gänsehaut bekommen, als uns die Fans beim Warmfahren zum Finale zugejubelt haben. Sie haben uns auf den letzten 500 Metern ins Ziel getragen. Es war unfassbar laut, aber ein sehr, sehr besonderes und unbeschreibliches Gefühl. Das werde ich so schnell nicht wieder erleben. Beim Rennen selbst war alles so schnell. Wir sind schnell gefahren und haben schnell Strecke gemacht. Das Wasser war sehr warm, die Luft auch. Wir waren alle hochkonzentriert und wollten das bestmögliche Ergebnis holen. Lange waren wir auf dem zweiten Platz. Auf den letzten 200 Metern haben wir Silber verloren. Als wir am Siegersteg angelegt haben, waren wir im ersten Moment enttäuscht. Als wir dort standen, hat sich das gedreht. Hey, haben wir uns gesagt, wir sind das drittschnellste Boot der Welt.
