Der organisierte Sport in Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet weiterhin eine positive Entwicklung. Das zeigt die aktuelle Bestandserhebung des Landessportbundes: Mehr als 311.000 Menschen sind inzwischen in 1.816 Sportvereinen im Land aktiv – fast 10.000 mehr als im Vorjahr. Damit bestätigt sich einmal mehr die starke gesellschaftliche Verankerung der Sportvereine im Land.
Sportvereine sind längst weit mehr als Orte der Bewegung. Sie verbinden Generationen, fördern Integration, stärken die Gesundheit und leisten insbesondere in der Kinder- und Jugendarbeit einen wichtigen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Mit der wachsenden Nachfrage steigen jedoch auch die Herausforderungen für viele Vereine. Zahlreiche Organisationen stoßen organisatorisch und infrastrukturell zunehmend an ihre Grenzen. Der Bedarf an engagierten Ehrenamtlichen wächst ebenso wie die Anforderungen an moderne Vereinsstrukturen und qualifizierte Übungsleiter.
Um Vereine gezielt zu unterstützen, entwickelt der Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern sein Bildungsangebot weiter. Mit dem SportCampus Nord wurde ein wichtiger Schritt in Richtung moderner und flexibler Qualifizierungsangebote gemacht. Der erste Self-Learning-Kurs „Vereinssport gestalten – Fit für die DOSB-Lizenz“ ist erfolgreich gestartet und eröffnet Engagierten im Sport einen neuen, deutlich vereinfachten Weg zur Übungsleiter-C-Lizenz.
Ziel des neuen Angebots ist es, bereits vorhandene externe Bildungsabschlüsse stärker anzuerkennen. Wer entsprechende Qualifikationen mitbringt, kann künftig schneller in das Lizenzsystem einsteigen und die Übungsleiter-C-Lizenz mit geringerem Zeitaufwand erwerben. Das beschleunigt nicht nur die individuelle Qualifizierung, sondern ermöglicht auch einen zeitnahen Einsatz im Verein.
Gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern mit teilweise langen Anfahrtswegen stellt das digitale Format eine spürbare Entlastung dar. Reisezeiten werden reduziert, Lernphasen lassen sich flexibel in den Alltag integrieren.
Die Umsetzung erfolgt vollständig über den SportCampus Nord. Der Self-Learning-Kurs ist ortsunabhängig angelegt und erlaubt es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die Inhalte im eigenen Tempo zu bearbeiten. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Themen mit direktem Bezug zum Vereinsalltag. Ziel ist es, theoretisches Wissen unmittelbar in die Trainingspraxis zu übertragen.
Die ersten Rückmeldungen aus der Praxis fallen durchweg positiv aus. Sowohl Vereine als auch Teilnehmer heben die hohe Flexibilität, die klare Struktur und die große Praxisrelevanz hervor. Die Akzeptanz des neuen Formats ist entsprechend hoch.
Vor diesem Hintergrund plant der Landessportbund bereits weitere Self-Learning-Angebote, um das digitale Bildungsportfolio kontinuierlich auszubauen und noch mehr Menschen für ein Engagement im Sport zu gewinnen.

