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Schweriner Rudernachwuchs vertritt Deutschland

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© shotbyhille Pepe Jonuscheit (Mitte) sicherte sich bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften im A-Junioren-Vierer Bronze

Vier Talente der Schweriner Ruderjugend haben den Sprung in die deutsche Nationalmannschaft geschafft. Mit ihren Leistungen in dieser Saison haben sich Pepe Jonuscheit, Ole Hodea, Emma Sander und Mylène Ruf für internationale Titelkämpfe und Nachwuchsregatten qualifiziert. Sie vertreten Deutschland bei den anstehenden Junioren-Welt- und Europameisterschaften sowie weiteren internationalen Wettkämpfen. Für den Nachwuchs der Schweriner Rudergesellschaft ist das ein außergewöhnlicher Erfolg.   

Pepe Jonuscheit erfüllt sich WM-Traum

„Ich kann es noch gar nicht richtig glauben, dass ich zur WM fahren darf“, sagt Pepe Jonuscheit. „Wahrscheinlich werde ich es erst realisieren, wenn ich im Flieger nach Bulgarien sitze.“ Der Schweriner Ruderer nimmt vom 6. bis 9. August an der U19-Weltmeisterschaft in Plovdiv teil und startet im Achter (8+). „Ich habe mich über meine Nominierung einfach nur gefreut. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl.“ 

Seit über einer Woche befindet er sich mit seiner Mannschaft im Trainingslager in Berlin-Grünau. „Der Tag ist durchstrukturiert von 6 bis 21 Uhr. Wir haben jeden Tag drei bis vier Trainingseinheiten“, erzählt Pepe, der Schüler des Sportgymnasiums Schwerin ist. „Das ist anstrengend, aber das muss es auch sein. Schließlich wollen wir ein bestmögliches Ergebnis abliefern.“ 

Wenn in Plovdiv das Startsignal ertönt, werden Pepes Eltern und seine Schwester Lotta ihn von der Tribüne aus anfeuern. Die Schweriner Ruderjugend und seine Fans verfolgen die Rennen dann im Livestream.

Ole Hodea sammelt weitere internationale Erfahrungen in Luzern

Während Pepe bereits in der unmittelbaren WM-Vorbereitung steckt, hat Ole Hodea seinen Koffer schon gepackt. Für ihn geht es in dieser Woche direkt aus dem Trainingslager in Potsdam nach Luzern in die Schweiz. Der 17-Jährige, der ebenfalls Schüler des Sportgymnasiums Schwerin ist, fährt vom 24. bis 26. Juli bei der Coupe de la Jeunesse mit. Ole startet im Doppelzweier (2x) mit seinem Ruderpartner vom Ruder-Club Favorite Hammonia. 

Die Coupe de la Jeunesse ist eine der bedeutendsten internationalen Nachwuchsregatten im Rudersport außerhalb der internationalen Titelkämpfe. „Mein Trainer hatte mir schon angedeutet, dass meine Nominierung wahrscheinlich ist“, erzählt Ole. „Als es soweit war, habe ich mich natürlich gefreut.“ 

Vor malerischer Kulisse und atemberaubenden Alpenpanorama kann Ole weitere internationale Erfahrungen sammeln und sich auf höchstem Niveau mit Gleichaltrigen messen. „Ich werde mein Bestes geben“, verspricht er. 

Blick auf die U23-Europameisterschaften bei Emma Sander

Emma Sander kann sich noch ein wenig zurücklehnen. Sie rechnet fest mit einer Teilnahme an den U23-Europameisterschaften, die am 5. und 6. September im polnischen Kruszwica ausgetragen werden. „Jetzt gerade mache ich erstmal Pause, chille ein bisschen und lebe ein normales Leben“, erzählt die Schweriner Athletin, wenngleich Sport immer dazugehört. 

Noch ist nicht entschieden, in welcher Bootsklasse Emma antritt. In diesem Jahr hatte sie bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Frauen-Vierer mit Steuerfrau zum dritten Mal in Folge ihren Deutschen Meistertitel verteidigt. Im Frauen-Achter der U23 erreichte sie mit ihrer Mannschaft außerdem eine Silbermedaille. 

„Ein wenig Enttäuschung kam in diesem Jahr dazu“, berichtet die ehemalige Schülerin des Sportgymnasiums Schwerin. „Vor den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften hatte es so ausgesehen, dass ich zur WM fahren kann, wenngleich auch nur als Ersatzruderin. Aber es geht ja nicht alles so, wie man es sich vorstellt. Ich bin trotzdem zufrieden.“ In einigen Wochen startet für Emma das Training und der Fokus liegt auf den unmittelbaren Wettkampfvorbereitungen.

Vorfreude auf den Baltic Cup bei Mylène Ruf

Auch Mylène Ruf bleibt noch Zeit für Urlaub, bevor am 26. und 27. September im estnischen Aidu die Spannung steigt. „Als ich erfahren habe, dass ich zum Baltic Cup fahre, habe ich mich riesig gefreut. Ich bin dankbar, dass ich nach eineinhalb Jahren im Rudern schon bei einem internationalen Wettkampf dabei sein darf“, erzählt die Sportschülerin, die früher Volleyball gespielt hat. „Es bedeutet mir sehr viel und motiviert mich weiter, hart zu trainieren.“ 

Mylène startet im Vierer ohne Steuermann (4-). Bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Krefeld wurde sie in dieser Bootsklasse Vizemeisterin. „Als Vorbereitung zum Baltic Cup versuche ich, nicht allzu aufgeregt zu sein und mich nicht zu sehr verrückt zu machen. Ich werde mich im Urlaub bestmöglich fit halten, um dann optimal ins Trainingslager zu starten“, sagt sie. „Ich freue mich sehr auf die Erfahrung und darauf, mich mit Sportlerinnen aus anderen Ländern zu messen.“

Henning Lipski

Schweriner Rudergesellschaft von 1874/75 e.V.