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SEAWOLVES verlieren Defensivschlacht gegen Ulm

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Nach einem aufopferungsvollen Schlagabtausch unterlagen die ROSTOCK SEAWOLVES dem amtierenden Vizemeister ratiopharm ulm mit 68:75 (35:41) vor 4.418 Zuschauern in der StadtHalle Rostock. Dabei drehten die Gastgeber einen Zwölf-Punkte-Rückstand aus der ersten Halbzeit, mussten sich dann jedoch angesichts der schwachen Wurfquoten und 20 verursachten Ballverlusten geschlagen geben. Nach der zweiten Niederlage in Folge rutschten die Wölfe auf den zehnten Tabellenplatz ab. D’Shawn Schwartz erzielte 16 Punkte für die SEAWOLVES. Auf Ulmer Seite waren Chris Ledlum (22 Pkt) und Mark Smith (18) nicht zu stoppen.

ROSTOCK SEAWOLVES gegen ratiopharm ulm 68:75 (35:41) 

Die Partie war von Beginn an hart umkämpft. Beide Teams spielten mit dicken Bandagen und zeigten vor allem defensiv, welche Qualität in ihnen steckt. Die Konsequenz war kein basketballerischer Leckerbissen, sondern eher ein vorgezogener Playoff-Fight. Es dauerte gute vier Minuten, ehe nach Ballverlusten und Abstimmungsfehlern auf beiden Seiten auch die Offensive auf beiden Seiten zur Entfaltung kam. Bis dahin leuchtete ein 4:4 von der Anzeigetafel. Dann aber nahmen die Rostocker Fahrt auf: DeAndre Lansdowne zog mit Dampf zum Korb, Kassim Nicholson spülte einen Dreier durch den Ring (10:6, 7. Min). Die Wölfe packten zudem im Rebound besser zu und behaupteten eine knappe 15:11-Führung nach dem ersten Abschnitt.

Die SEAWOLVES hatten im zweiten Durchgang Probleme mit der Ulmer Pressverteidigung über das gesamte Feld. Die Gäste von der Donau drehten dadurch das Spiel, tankten sich in Korbnähe dank Center Joel Soriano zu Punkten und versenkten in diesem Abschnitt auch ihre einzigen drei Dreier der gesamten Partie. Nach den Treffern von Nelson Weidemann und Justin Simon lagen die SEAWOLVES zweistellig zurück (25:37, 17. Min). Die Ulmer hatten das Spiel im Griff, doch die Hausherren kämpften verbissen weiter. Ein Distanztreffer von D’Shawn Schwartz und ein Tip-in von Bent Leuchten kurz vor der Pause verkürzten den Rückstand auf sechs Zähler (35:41).

Nach dem Seitenwechsel griff die Verteidigung der Rostocker besser. Im Angriff suchten sie den Weg unter den Korb, um u.a. über Freiwürfe den Abstand zu verkürzen. Mit Erfolg: Ein vergebener Korbleger von Elias Baggette fiel in die Hände von Andy van Vliet, der zum Führungswechsel einnetzte (50:48, 27. Min). Rostock ging mit einem knappen Vorsprung (54:53) ins Schlussviertel.

Lange Zeit war der letzte Abschnitt offen. Die Begegnung glich nun einem Schwergewichtskampf im Boxen, wenngleich die Ulmer weiterhin die Führung behaupteten. Die SEAWOLVES kämpften sich nach einem 57:64-Rückstand durch Dreier van Vliets und Schwartz‘ zurück (63:66, 38. Min), doch die Gäste blieben cool. Die Rostocker versuchten, den Rückstand weiter zu verkürzen. 49,4 Sekunden vor Schluss erzielte Baggette das 67:68. In der verbleibenden Zeit verpassten die Wölfe jedoch ihre Chancen von der Freiwurflinie und der Distanz, um das Spiel doch noch in einen Sieg zu verwandeln. Seitens der Donaustädter war es Mark Smith, der im Schlussviertel keine Nerven zeigte. Der Ulmer Guard erzielte in den letzten fünf Minuten der Partie zehn seiner insgesamt 18 Punkte, darunter vier Punkte in den letzten 20 Sekunden.

Statistik des Spiels 

Die SEAWOLVES leisteten sich 20 Ballverluste, Ulm nur 15. Trotz der gleichen Anzahl an Feldwürfen (jeweils 68) und 10 bzw. 11 vergebenen Freiwürfen wogen somit die Turnover besonders schwer.

Stimmen zum Spiel 

Przemyslaw Frasunkiewicz (Head Coach Rostock): „Wir hatten 20 Ballverluste und nur 31 Prozent Trefferquote aus dem Feld. Es war ein sehr physisches Spiel. Die vielen Fouls haben uns zu Beginn aus dem Rhythmus gebracht. Danach haben wir unseren Fokus neu gesetzt und haben uns zurück ins Spiel gebissen. In der zweiten Hälfte haben wir wesentlich bessere Verteidigung gespielt. Ulm hat sehr gut am Ball verteidigt. Wir müssen besser auf den Ball aufpassen und müssen unsere Würfe treffen. Die schwache Wurfquote von 31 Prozent lag zum einem an der Ulmer Verteidigung, andererseits auch an unserer Fähigkeit, Würfe zu verwandeln.“

Ty Harrelson (Head Coach Ulm): „Wir haben mit viel Einsatz gespielt, vor allem am defensiven Ende. Meine Spieler haben sehr gut miteinander kommuniziert und wir haben ein wenig besser als Rostock getroffen. Wir haben zwar den Ball nicht gut geworfen und haben uns zu viele Ballverluste geleistet – bis auf das zweite Viertel, in dem wir 30 Punkte erzielt haben. Das war stark. Ich bin stolz auf meine Spieler, die auswärts einen Sieg feiern konnten.“

So geht’s weiter 

Drei Auswärtsspiele in fünf Tagen – so steht es im Kalender für die nächsten Tage: Am Mittwoch spielen die SEAWOLVES um 20:00 Uhr auswärts in Hamburg, danach geht’s nach Ludwigsburg (Sa, 25.04., 18:30 Uhr) und zum Abschluss nach München (Mo, 27.04., 20:00 Uhr).

Statistiken zum Spiel 

Viertelstände (HRO-ULM): 15:11, 20:30, 19:12, 14:19

Punkteverteilung:

Rostock: Baggette (7), Crockett Jr. (9), Greene IV (5), Klassen (1), Lansdowne (8), Leuchten (3), Lockhart (1), Nicholson (9), Schwartz (16), Theis (nicht eingesetzt), van Vliet (9), Wulff (nicht eingesetzt).

Ulm: Garavaglia (2), Jensen (3), Klepeisz (0), Ledlum (22), Osborne (0), Sengfelder (3), Simon (15), Smith (18), Soriano (6), Weidemann (6). 

Thomas Käckenmeister 

ROSTOCK SEAWOLVES 
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