Fünf Sportvereine mit herausragendem Einsatz für die Kriminalprävention in der Sportschule Warnemünde ausgezeichnet!
Zum sechsten Mal wurde der Sonderpreis „Sport statt Gewalt“ vom Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung Mecklenburg-Vorpommern (LfK M-V) in Kooperation mit dem Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern verliehen.
Seit 2020 werden Sportvereine aus Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet, die sich über ihre eigentliche sportliche Tätigkeit hinaus in besonderer und nachahmenswerter Weise auch um die Vorbeugung und Verhinderung von Gewalt und Kriminalität verdient machen.
Christian Pegel betonte als Vorsitzender des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung in seiner Laudatio anlässlich der Preisverleihung in der Sportschule des Landessportbundes in Warnemünde: „Sportvereine stehen in unserem Land ganz oben als gesellschaftlicher Integrationsfaktor, gerade auch für unsere Jugend. Sporttreiben in der Gemeinschaft und im Verein vermittelt Orientierung, Bindung, Toleranz, fairen Umgang und Akzeptanz von Regeln. Sportangebote haben darüber hinaus auch eine gewaltpräventive Wirkung, denn sie vermindern Gelegenheitsstrukturen für Jugendgewalt und sie stärken die Persönlichkeit.“
Landessportbundpräsident Andreas Bluhm unterstreicht die Worte des Ministers: „Unsere Sportvereine sind starke Partner für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie vermitteln jungen Menschen Orientierung, stärken das Miteinander und zeigen jeden Tag, dass Respekt, Fairness und Teamgeist die beste Grundlage für ein gewaltfreies Zusammenleben sind.“
Der Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung hatte im November 2025 Vereine, die Mitglied im Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern sind, aufgerufen, sich zu bewerben. 14 Vereine hatten sich daraufhin gemeldet. Beeindruckend zu sehen, welchen Prozess die Bewerbungen oftmals durchlaufen, ehe sie die Jury erreichen. Es finden in Kommunen Ausschusssitzungen statt, in denen intensiv beraten wird, welcher Sportverein vorgeschlagen werden soll.
Die Jury war besetzt mit Mitgliedern des Landessportbundes, des Landesfußballverbandes wie des Sportministeriums.
Die fünf Preisträger erhalten eine Anerkennungsurkunde und jeweils eine Geldprämie in Höhe von 1.000 Euro.
Die fünf Preisträger sind:
1. SV Schifffahrt und Hafen Wismar 61 e.V.
Der Leitsatz „Fairness auf und neben dem Platz ist unser oberstes Gebot“ ist fest in der vereinsinternen Leitlinie verankert. Der Verein positioniert sich klar gegen jede Form von Gewalt, Intoleranz und Rassismus und versteht sich als geschützten sozialen Raum für alle Kinder und Jugendlichen.
Eine Auswahl von aktuellen Projekten aus dem breiten Spektrum des Vereins:
- Hervorzuheben ist die enge Zusammenarbeit mit Schulen und die Schaffung niedrigschwelliger Zugänge zum Sport. Ein besonders gelungenes Beispiel hierfür ist der gemeinsam organisierte Grundschulpoka Hier können gezielt auch Kinder teilnehmen, die sonst bei sportlichen Wettbewerben häufig nicht berücksichtigt werden. Dieses Konzept stärkt Chancengleichheit, Selbstvertrauen und soziale Integration bereits im frühen Alter.
- Der SV Schifffahrt und Hafen Wismar 61 e.V. hat seinen Sitz im Wismarer Stadtteil Kagenmarkt, in dem auch die Gemeinschaftsunterkunft Haffburg liegt, aus der vor allem auch viele geflüchtete Kinder den Weg zum Verein gefunden haben. Sport ist für den Verein ein zentrales Instrument zur Förderung eines friedlichen und demokratischen Miteinanders und ein wichtiger Baustein präventiver Arbeit.
- Ein weiteres Beispiel für das gesellschaftliches Engagement ist der jährlich stattfindende „Helfen bringt Freu(n)de Cup“. Diese Veranstaltung verbindet Sport mit sozialem Engagement und hat in den vergangenen Jahren erhebliche Spenden-summen zugunsten der Kinderkrebshilfe West-Mecklenburg
- Das integrierte Karateangebot, das über die reine sportliche Betätigung hinaus gezielt Werte vermittelt: Selbstdisziplin, Respekt, Achtsamkeit und kontrolliertes Handeln. Die Kinder lernen, mit Konfliktsituationen umzugehen, Grenzen zu erkennen und Verantwortung für ihr eigenes Verhalten zu übernehmen.
