Skipnavigation LSB-MV

Springe direkt zu:

Icon Menü

Newsübersicht

Allgemein

Auf dem Weg zu den Jugendsportspielen MV

Bild
Junge Talente im Porträt

Wenn Ende Juni 2026 die besten Nachwuchssportlerinnen und Nachwuchssportler Mecklenburg-Vorpommerns zu den 17. Jugendsportspielen des Landessportbundes MV in Neubrandenburg zusammenkommen, stehen nicht nur Medaillen und Wettkämpfe im Mittelpunkt – sondern vor allem die Menschen hinter den sportlichen Leistungen. In den Wochen vor den Spielen stellen wir deshalb junge Athletinnen und Athleten aus ganz Mecklenburg-Vorpommern vor: ihre Sportart, ihren Trainingsalltag, ihre Ziele und die Leidenschaft, die sie antreibt.

Die Sportlerportraits geben Einblicke in die Vielfalt des Nachwuchsleistungssports im Land und zeigen, mit wie viel Ehrgeiz, Disziplin und Teamgeist sich die Talente auf die Jugendsportspiele vorbereiten. Gleichzeitig erzählen sie Geschichten von persönlichen Erfolgen, besonderen Momenten und der Freude am Sport – stellvertretend für viele engagierte junge Menschen in den Vereinen Mecklenburg-Vorpommerns.

Heute:

Mattes Tessmer

Basketballer beim HSV Insel Usedom

Mit Übersicht und Ruhe: Basketballer Mattes Tessmer
will bei den Jugendsportspielen überzeugen

Wenn Mattes Tessmer auf dem Basketballfeld steht, fällt er nicht sofort durch laute Gesten oder spektakuläre Aktionen auf. Der 16-Jährige vom HSV Insel Usedom lenkt das Spiel vielmehr mit Ruhe, Übersicht und starken Pässen. Doch je länger eine Partie dauert, desto mehr übernimmt er Verantwortung – lautstark, motivierend und mit klaren Ansagen an seine Mitspieler. Vom 26. bis 28. Juni startet Mattes bei den Jugendsportspielen MV in Neubrandenburg im 3x3-Basketball.

Schon beim letzten Saisonspiel zeigte sich, wie wichtig der Aufbauspieler für sein Team ist. Von der Bank aus erteilt er Anweisungen, auf dem Feld behält er stets den Überblick und setzt seine Mitspieler geschickt ein. „Die Nummer zwei ist gut“, ist von den Zuschauerrängen der Gegner zu hören. Im zweiten Viertel übernimmt Mattes selbst Verantwortung und erzielt wichtige Punkte. Zur Halbzeit liegt sein Team nur knapp mit 44:45 zurück. Am Ende steht zwar eine 87:104-Niederlage, dennoch beendet die Mannschaft ihre Saison auf einem starken vierten Platz.

Zum Basketball kam Mattes eher zufällig. Früher spielte er Fußball, bis auf dem Schulhof plötzlich der Fußballplatz verschwand und stattdessen Basketballkörbe aufgebaut wurden. „Dann haben wir morgens immer einen Basketball mitgenommen und einfach gespielt“, erzählt er. Über Schulturniere und „Jugend trainiert für Olympia“ entwickelte sich daraus schnell mehr. Schließlich entschied er sich, den Fußball aufzugeben und sich ganz auf Basketball zu konzentrieren.

Heute trainiert Mattes rund zehnmal pro Woche – mittlerweile sogar zusätzlich in Polen. Das bedeutet viel Aufwand und ständiges Pendeln zwischen Training, Schule und Freizeit. „Es ist schon anstrengend“, sagt er ehrlich. „Da helfen mir meine Eltern sehr.“ Besonders sein Vater spielt dabei eine große Rolle. Er gründete gemeinsam mit anderen die Basketball-Sektion innerhalb des HSV Insel Usedom und begleitet das Team heute als Trainer und Manager.
Head Coach Ralf Labahn beschreibt Mattes als echten Führungsspieler: „Er ist unser Kapitän und da hineingewachsen. Er ist extrem teamdienlich.“ Besonders seine Übersicht und Spielintelligenz stechen hervor. „Er könnte viel mehr selbst scoren, nimmt sich aber oft zurück und macht die Mitspieler besser.“
Mattes sieht sich selbst als Führungsspieler: „Ich versuche den jüngeren Spielern Ruhe und Tipps mitzugeben.“
Trotz seines Ehrgeizes bleibt der 16-Jährige bodenständig. In seiner Freizeit trifft er sich gerne mit Freunden oder probiert andere Sportarten aus. 

 

Mit Blick auf die Jugendsportspiele steht für ihn neben dem sportlichen Erfolg vor allem eines im Vordergrund: „Natürlich will man gewinnen. Aber es geht auch darum, nochmal mit den Freunden in Deutschland Spaß zu haben, bevor viele später mit der Ausbildung oder Studium anfangen.“

Dass Basketball für ihn längst mehr als nur ein Hobby geworden ist, merkt man schnell. Besonders die Mischung aus Individualität und Teamgeist begeistert ihn. „Man kann alleine trainieren, aber eben auch mit Freunden als Team spielen. Genau das macht Basketball so besonders.“

Und genau diese Mischung bringt Mattes Tessmer auch selbst aufs Spielfeld: Ruhe, Übersicht und Teamgeist – gepaart mit Ehrgeiz und Führungsqualitäten. Eigenschaften, mit denen er auch in Neubrandenburg eine wichtige Rolle spielen dürfte.

Benito Schweizer

(im Auftrag des LSB MV)