Skipnavigation LSB-MV

Springe direkt zu:

Icon Menü

Newsübersicht

Allgemein

Auf dem Weg zu den Jugendsportspielen MV

Bild
Junge Talente im Porträt

Wenn Ende Juni 2026 die besten Nachwuchssportlerinnen und Nachwuchssportler Mecklenburg-Vorpommerns zu den 17. Jugendsportspielen des Landessportbundes MV in Neubrandenburg zusammenkommen, stehen nicht nur Medaillen und Wettkämpfe im Mittelpunkt – sondern vor allem die Menschen hinter den sportlichen Leistungen. In den Wochen vor den Spielen stellen wir deshalb junge Athletinnen und Athleten aus ganz Mecklenburg-Vorpommern vor: ihre Sportart, ihren Trainingsalltag, ihre Ziele und die Leidenschaft, die sie antreibt.

Die Sportlerportraits geben Einblicke in die Vielfalt des Nachwuchsleistungssports im Land und zeigen, mit wie viel Ehrgeiz, Disziplin und Teamgeist sich die Talente auf die Jugendsportspiele vorbereiten. Gleichzeitig erzählen sie Geschichten von persönlichen Erfolgen, besonderen Momenten und der Freude am Sport – stellvertretend für viele engagierte junge Menschen in den Vereinen Mecklenburg-Vorpommerns.

Heute:

Leon Engelmann

Nachwuchsschwimmer beim SC Empor Rostock

Zwischen Schule, Kraftraum und Becken:

Leon Engelmann und Lentje Dierke wollen bei den Jugendsportspielen großes erreichen

Wenn am Nachmittag in der Rostocker Neptunschwimmhalle das Training beginnt, liegen oft schon ein langer Schultag und die ersten Kraftübungen hinter ihnen. Für Leon Engelmann und Lentje Dierke gehört genau dieser Alltag längst zum Leistungssport dazu. Die beiden Nachwuchsschwimmer vom SC Empor Rostock starten vom 26. bis 28. Juni bei den Jugendsportspielen MV – mit großen Zielen und noch größerer Motivation.
Leon ist 15 Jahre alt, Lentje 16. Beide besuchen die Sportschule und trainieren achtmal pro Woche. Frühtraining vor der Schule, Krafttraining am Nachmittag und anschließend oft noch zwei Stunden im Wasser – der Tagesablauf ist streng getaktet.

„Es ist schon schwierig, Schule und Sport unter einen Hut zu bekommen“, erzählt Lentje, die aktuell die 10. Klasse besucht. „Man kommt oft spät nach Hause und muss dann noch lernen.“ Auch Leon kennt die Belastung: „Den Ausgleich zwischen Schule und Schwimmen zu finden, ist nicht für jeden was.“

Zum Schwimmen kamen beide schon früh. Lentje war als Kind oft mit ihrer Mutter im Wasser und meldete sich schließlich mit drei Jahren im Verein an. Für Leon begann alles mit dem Seepferdchen beim SC Empor Rostock. „Dann bin ich einfach geblieben, weil es mir so viel Spaß gemacht hat“, sagt er.

Besonders schätzen beide den Ausgleich, den der Sport bietet. „Man bekommt den Kopf frei“, sagt Leon. Lentje sieht das ähnlich: „Es hilft total beim Stressabbau und motiviert mich immer besser zu werden.“
Im Training wird dafür hart gearbeitet. Während im Kraftraum Musik läuft und Gewichte gestemmt werden, erklärt Trainer André Wilde die nächsten Übungen. Lentje trainiert teilweise individuell – etwa beim Bankdrücken mit Gewichten von bis zu 55 Kilogramm. Danach geht es direkt ins Wasser. Zwei weitere Stunden schwimmen die Sportlerinnen und Sportler Bahnen, arbeiten an Technik, Ausdauer und Geschwindigkeit.

„Schwimmtraining kann auch mal langweilig sein“, sagt Trainer Wilde lachend. „Aber beide ziehen das sehr konsequent durch.“
Die harte Arbeit zahlt sich aus. Lentje gewann 2024 Bronze bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften auf ihrer Hauptstrecke. Leon erreichte bei den DJM Platz vier über 100 Meter Schmetterling. Momente, auf die beide besonders stolz sind.

Vor den Jugendsportspielen wird das Training nun etwas angepasst. „Tapern“ nennen Schwimmer die Phase vor wichtigen Wettkämpfen, in der die Belastung bewusst reduziert wird. Weniger Umfang, aber weiterhin schnelle Einheiten sollen dafür sorgen, am Wettkampftag topfit zu sein.
Mit Blick auf die Wettkämpfe bleiben beide dennoch eher ruhig. „Einfach das Beste rausholen“, sagt Lentje. Leon ergänzt: „Mal schauen, was wird.“

Auch wenn Olympia für beide langfristig das große Ziel bleibt, stehen aktuell vor allem persönliche Entwicklung, Schule und die Gemeinschaft im Vordergrund. Besonders das Team spiele dabei eine wichtige Rolle. „Man ist nie alleine“, sagt Lentje. „Gerade wenn es hart wird, ziehen alle mit.“ Leon ergänzt: „Das Anfeuern vor dem Start gibt unglaublich viel Energie.“

Trotz der vielen Stunden im Wasser bleibt zumindest manchmal etwas Zeit für Freunde, Familie oder einfach mal zum Abschalten. Genau diese Balance hilft beiden dabei, den anspruchsvollen Alltag im Leistungssport zu meistern. 
Bei den Jugendsportspielen wollen beide nun zeigen, wie sie sich in den vergangenen Monaten entwickelt haben. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf Platzierungen oder Zeiten, sondern vor allem darauf, die Leistungen aus dem Training im Wettkampf abzurufen. Die Voraussetzungen dafür stimmen: Disziplin, Ehrgeiz und die Unterstützung ihres Teams bringen beide Athleten bereits mit.

Vielleicht sind die Jugendsportspiele für Leon Engelmann und Lentje Dierke nur eine weitere Station auf einem noch langen Weg im Leistungssport. Klar ist aber schon jetzt: Beide investieren täglich viel Zeit und Energie in ihren Traum – und beweisen dabei, wie viel Leidenschaft, Durchhaltevermögen und Teamgeist hinter dem Schwimmsport steckt.

Benito Schweizer

(im Auftrag des LSB MV)