Im Zuge der deutschen Olympiabewerbung stellt der LSB MV junge Sportlerinnen und Sportler aus unserem Bundesland in einer Interviewreihe vor. Sie geben Einblicke in ihren sportlichen Werdegang, ihre Ziele und ihre Motivation. Dabei wird deutlich, welche Bedeutung der Traum von Olympischen Spielen für den Nachwuchs in Mecklenburg-Vorpommern hat.
Theres Dahnke
Wer bist du, wie alt bist du und welche Sportart betreibst du?
Ich bin Theres Dahnke, 27 Jahre alt und bin Seglerin in der olympischen Bootsklasse 470er mixed. Ich wohne und trainiere in Kiel, da dort der Bundesstützpunkt fürs Segeln ist. Gebürtig komme ich aus MV, genauer gesagt aus dem schönen Plau am See. Ich bin seit 2026 im Olympiakader des DSV und auch Teil der Sportfördergruppe der Bundeswehr. Aktuell studiere ich außerdem Umweltgeografie und -Management im Master an der CAU in Kiel.
Wie bist du zu deinem Sport gekommen?
Ich bin durch meine Familie zum Segeln gekommen. Mein Vater ist früher selbst gesegelt zu DDR-Zeiten und ist schon seit vielen Jahrzehnten ehrenamtlicher Trainer in meinem Heimatverein, dem Plauer Wassersportverein e.V.. Das Segeln wurde mir also in die Wiege gelegt. Auch mein großer Bruder ist früher gesegelt und alles, was der große Bruder macht, muss die kleine Schwester natürlich auch unbedingt machen.
Sportliche Ziele und Motivation
Was motiviert dich an Tagen, an denen es besonders hart ist?
Mich motiviert vor allem die Liebe zum Sport. Segeln ist so ein schöner und vielseitiger Sport. Außerdem treibt mich immer dieses Bild in meinem Kopf an, ganz oben auf den Treppchen der großen Wettkämpfe zu stehen.
Was ist dein größter sportlicher Traum?
Ganz klar Gold bei den Olympischen Spielen. Etwas größeres gibt es im olympischen Segeln nicht.
Olympia
Was bedeutet Olympia für dich?
Olympia bedeutet für mich Blut, Schweiß und Tränen und jahrelange Hingabe. Im Segeln darf immer nur ein deutsches Boot pro Bootklasse bei den olympischen Spielen starten, also ist allein die Qualifikation schon eine sehr große Hürde. Die Teilnahme an Olympia ist demnach schon etwas sehr Besonderes und dann auch noch mit einer Medaille nach Hause zu kommen, ist das allerhöchste Ziel.
Was hältst du von der deutschen Olympiabewerbung?
Ich finde es toll, dass Deutschland sich für zukünftige Olympische Spiele bewerben will. Die innerdeutsche Konkurrenz ist aktuell noch sehr hoch, aber ich finde es super, dass Rostock/Warnemünde als Ausrichter seinen Hut in den Ring wirft. Ich verbinde mit dem Segelrevier Warnemünde viele Erinnerungen aus meiner Jugendzeit, da ich da sehr viele Regatten und Trainingslager gesegelt bin. Ich würde mich fairerweise auch darüber freuen, wenn Kiel den Zuschlag als Ausrichter für die Segelwettkämpfe bekommt, da Kiel seit 10 Jahren mein Wohnungs- und Trainingsort ist. Ich selbst werde aber wohl leider nicht mehr an Olympischen Spielen in Deutschland teilnehmen, wenn diese 2036, 2040 oder gar erst 2044 stattfinden werden.
Warum wäre Olympia bei uns eine große Chance – gerade für junge Sportler und Sportlerinnen?
Der größte Vorteil bei einer Zusage für Rostock/Warnemünde für Olympische Spiele wäre auf jeden Fall die Infrastruktur, die entsteht. Die Trainingsmöglichkeiten werden vor und nach Olympia sehr gut sein für die kommenden Generationen. Außerdem glaube ich, dass Olympische Spiele im eigenen Land und dann auch noch in der direkten Umgebung in MV eine große Sporteuphorie bringen werden. So entstehen Träume von Kindern und Jugendlichen, wenn man solch ein Großereignis live miterleben kann.
Dein persönlicher Olympia-Traum in einem Satz?
Ganz oben auf dem Podium zu stehen und sich runterzubeugen, um die Goldmedaille umgehängt zu bekommen.
LSB MV
